Themenbereich: Kaiserschnitt

"Wunschkaiserschnitt oder Einleitung?"

Anonym

Frage vom 19.07.2014

Hallo,
ich erwarte mein erstes Kind und bin mittlerweile vier Tage über dem Entbindungstermin. Leider ist der Kleine immer noch nicht ins Becken eingetreten, sodass meine Hebamme aufgrund des geschätzten Gewichtes von derzeit 4000g eine Pathologie vermutet. Mein behandelnder Gynäkologe und die Ärztin im Krankenhaus haben aufgrund meiner Statur keine Bedenken gegen eine normale Entbindung. Der Kleine liegt bereits auf dem Beckeneingang, ist jedoch noch abschiebbar. Ich bin jetzt stark verunsichert, da meine Hebamme mir aufgrund der möglichen Komplikationen (Schulterdystokie und evtl Einsatz von Saugglocke usw) zu einem geplanten Kaiserschnitt rät. Jetzt läuft mir etwas die Zeit weg und nichts passiert. Ich habe noch keine richtige Wehentätigkeit, der Muttermund ist zwar weich, aber noch geschlossen (trichterförmig) und der Gebärmutterhals ist auch nur verkürzt (1/4). Ab dem 7. Tag ist eine Einleitung vorgesehen, sofern ich nicht per Kaiserschnitt entbinden möchte.
Können Sie mir bei der Entscheidung helfen? Ich wünsche mir keinen Kaiserschnitt, ich möchte jedoch auch keine Risiken eingehen. Darüber hinaus geht die Hebamme davon aus, dass bei meinem unreifen vaginalen Befund sich die Geburt bei Einleitung über 3-4 Tage erstrecken könnte. Im Freundes-und Bekanntenkreis habe ich bislang auch leider nur entmutigende Erfahrungsberichte rund um eine Einleitung gehört.
Was nun?

Antwort vom 20.07.2014

Hallo,
ich würde Ihnen nicht zum Kaiserschnitt raten. Klar wäre es schöner, wenn das Köpfchen schon ins Becken eingetreten wäre , aber das würde mich in Verindung mit der Gewichtsschätzung nicht von einer vaginalen Geburt abhalten. So unreif finde ich Ihren vaginalen Befung gar nicht.Es scheint doch alles in Arbeit zu sein. Es ist Ihr erstes Kind und Sie sind doch gerade erst am Termin. Ob das Kind vaginal geboren werden kann, weiss man immer erst im Laufe einer Geburt. Wenn Sie unter gutern Wehentätigkeit keinen Geburtsfortschritt zeigen, dann kann man immer noch einen Kaiserschnitt machen. Dann hat aber ihr Kind auch Wehen erlebt und Sie auch und das ist nicht unwichtig, weil ihr Kind so auch aufs geboren werden vorbereitet wird. Im Falle eines Wunschkaiserschnittes wird es völlig ohne Vorwarnung entbunden, das tut Kindern nicht immer gut und sie zeigen ihre Verwunderungen über diese so plötzliche Geburt zum Teil sehr deutlich. Eine Einleitung hat ein erhöhtes Kaiserschnittrisiko, aber viele Frauen gebären damit auch ganz normal. Eine Geburt, die von alleine losgeht ist immer der Idealfall, aber wenn das nicht passiert, dann würde ich mich lieber einleiten lassen, als meinen Kind und auch mir jegliche Chance von vorne herein zu nehmen. Ich würde Sie unbedingt motivieren wollen zur vaginalen Geburt, wie gesagt, ein Kaiserschnitt kann man immer noch machen. Die genannten Risiken ( Schulterdystokie etc.( kommen schlussendlich so häufig nicht vor, ich finde schon, dass Ihre Hebamme das alles sehr düster malt, so sehe ich das nicht. Zuletzt, bleibt noch die Frage, ob die EInleitung denn wirklich nach sieben Tagen erfolgen muss, auch da können Sie mitsprechen, man kann auch noch ein paar weitere Tage warten, wenn SIe das Gefühl haben, dass es eben noch nicht soweit ist. Der Termin ist korrekt berechnet? LG Judith

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