Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Größenunterschied in der Frühschwangerschaft"

Anonym

Frage vom 21.07.2014

Hallo,

mich würde ihre Einschätzung interessieren.

Ich betreibe seit gut 4 Jahren NFP. Erste höhere Messungen war am ZT 16 letzter GV im Zyklus 2 Tage vor 1.hM. Positiv habe ich am zT 25 getestet. Bei 5+2 war ich beim FA. Embryo hatte eine Größe von 0,15 mm. Bei 7+2 Herzschlag aber nur 4,7mm- US datiert SSW auf 6+1. Erneute Kontrolle bei 7+6 Größe 5,8mm SSW laut Ultraschall 6+3. Ich bin total verunsichert, da der ET nach Konzeptionstermin und ET nach Ultraschall immerhin 11 Tage auseinander liegen. Das würde quasi bedeutet, dass der SS-Test schon positiv war und noch gar keine Befruchtung stattgefunden hat. Kann es sein, dass es einfach solche Wachstumsunterschiede gibt? Ich lese überall, dass sich die Embryonen in den ersten Wochen annähernd gleich entwickeln. Wie ist Ihre Erfahrungen bei einem solchen von fast 2 Wochen?

Antwort vom 23.07.2014

Hallo, die Berechnungen des Schwangerschaftsalters nach der im Ultraschall gemessenen Länge des Embryos beruhen auf Durschnittswerten, die sich jedoch aus einer erheblichen Bandbreite berechnen. Bei ener Länge von 4 mm sind 50% der Schwangerschaften beispielsweise bei 6+2, 90% sind zwischen 5+5 und 7+0 und auch die die noch jünger oder älter sind können sich durchaus noch normal entwickelt haben. Die annähernd gleiche Entwicklung liegt, verglichen mit Messungen am Ende der Schwangerschaft bei einer 11 Tage Differenz durchaus noch vor. Ein Kind mit geschätzten 2500g kann zwei Wochen über Termin sein oder auch erst in der 34.SSW.
Wenn Sie den Empfängnistermin wissen, dann ist der daraus errechnete Geburtstermin auch plusminus zwei Wochen, weil es individuelle Unterschiede in der Tragzeit und in der Entwicklungsgeschwindigkeit gibt.
Der erste US nach Mutterschaftsrichtlinien ist für die 9.-10. SSW vorgesehen. So früge und häufige Kontrollen bringen außer "unklaren Ergebnissen" und Kontrollen keinen Vorteil. Die Schwangerschaft hat sich in der gebärmutter angesiedelt und es findet eine Entwicklung des Kindes statt. Demnach ist derzeit alles in Ordnung. Solange keine Beschwerden auftreten bringen weitere Kontrollen keinen Vorteil gegenüber Abwarten und Guter Hoffnung bleiben.
Alles Gute für die weitere Schwangerschaft, Monika Selow, Hebamme

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