Themenbereich: Stillen allgemein

"nichts hilft bei Bauchweh und Verstopfung"

Tatjana1234
Gelegenheitsclubber (0 Posts)

Frage vom 25.07.2014

Liebes Hebammen Team...
Ich bin seit fast 4 Wochen Mama nun haben wir das Problem gehabt erst Blähungen dann sind wir mit unserer Tochter zum Kinderarzt er hat uns Sab Simplex,so kleine Kügelchen und noch BiGaia Tropfen verordnet hat alles nix geholfen...
Dann kam es leider dazu das meine Tochter mich quasi ausgesaugt hat beim stillen sie wird nicht mehr satt nun muss ich zu füttern sie bekommt nun Aptamil HA pre und vorher bekommt sie die Brust (wenn was drin ist).
Nun leidet sie an Verstopfungen und ich leide mit Pupsen geht aber nur mit viel Anstrengung :(
Nun bekommt sie Lefax tropfen die helfen etwas
Kümmel zäpfchen, Fliegergriff,thermomezer im po..Körnerkissen, nahrung mit Tee anrühren,milchzucker,kuscheln und gutes zureden haben wir alles durch...pucken mag sie gar nicht..
Was kann ich machen? Mir tut es so weh mein Baby so leiden zu sehen..es tut ihr ja auch weh....
Bitte helft mir

Antwort vom 28.07.2014

Hallo!
Die erste Zeit mit einem Neugeborenen ist wirklich mit vielen Fragen und Sorgen behaftet, und es ist fast nicht möglich, nicht mitzuleiden. Sie haben schon viele Ratschläge von verschiedenen Seiten bekommen, und Sie versuchen sie alle so gut wie möglich umzusetzen. Manches hilft, manches auch gar nicht. Wenn Sie gleichzeitig für Ihr Kind da sind, viel Nähe, Tragen bzw. Halten und Körperkontakt anbieten, machen Sie genau das, was für jedes Kind hilfreich ist. Ihr Kind macht eine anstrengende Zeit der Anpassung durch, auch vom Magen-Darm-System her, aber es geht nicht nur um Bauchweh. Jedes Kind braucht Zeit hier anzukommen, hat Wachstumsschübe und das Einschlafen braucht fast immer Hilfe durch eine vertraute Person. Fast alle Kinder haben vom Weinen her den Höhepunkt in der 4-6ten Lebenswoche, bis sich etwas mehr Ruhe und Regelmässigkeit einstellt. Ich vermute, Sie können schon besser an der Art des Weinens Ihrer Tochter unterscheiden, wo sie unterschiedliche Bedürfnisse ausdrückt. Die nächsten Wochen werden dahingehend noch leichter werden, weil alle Babys sich zunehmend besser zu erklären wissen. Ich möchte Ihnen empfehlen, die verschiedenen Medikamente oder auch homöopathischen sowie phytotherapeutischen (Tee) Mittel nicht alle gleichzeitig und schon gar nicht dauerhaft (sprich über Wochen hinweg) einzusetzen. Sie selbst können damit kaum unterscheiden, was wirklich hilft oder vielleicht sogar das Gegenteil bewirkt. Sie berichten, dass die Muttermilchmenge beim Stillen nicht lange gereicht hat, Ihr Kind nicht gut zugenommen hat und Sie deshalb begonnen haben zuzufüttern. Darum vermute ich aus der Erfahrung heraus, dass das anfängliche Weinen Ihres Kindes nicht Bauchweh, sondern eher Hunger war. Da die Muttermilch sich leichter verdauen lässt, hat Ihre Tochter jetzt im Übergang mit der Pre Ha Milch eher Verstopfung. Normalerweise reguliert sich das bis zur 6-8 Lebenswoche von ganz alleine. Manche Kinder reagieren allerdings auch auf die besondere Zusammensetzung der HA Nahrung. Entsprechend sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt bei der nächsten Untersuchung besprechen, ob es Sinn macht, auf eine normale Nahrung zu wechseln. Es ist eine anstrengende Zeit, in der es auch Unterstützung und Hilfe im Alltag und Haushalt für Sie braucht. Besprechen Sie mit Ihrem Partner, wo dies herkommen kann. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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