Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Wie kann ich eine Fehlgeburt ausschließen?"

Anonym

Frage vom 20.10.2014

Hallo,

ich bin zum ersten Mal Schwanger und komme mit dem errechnen der SSW noch nicht so richtig klar.
„Passiert“ sein kann es vor ca 4-5 Wochen. Der Test war positiv und lies wegen seiner Deutlichkeit eigentlich keinen Platz für Zweifel. Trotzdem wollte ich unbedingt eine Bestätigung von einem Arzt.
Der erste Arzt machte mich sehr unsicher, um nicht zu sagen, ängstlich. Er sprach nur von Risikoschwangerschaft aufgrund meines Alters, der Tatsache, dass ich gerade eine Fluglangstrecke hinter mir habe und überhaupt, zudem müsste man auch mit einer Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft rechnen … das war am 09.10.
Weil nun Ängste mein ständiger Begleiter waren, ging ich am Montag darauf zu einem anderen Arzt (meine Ärztin ist im Urlaub), der hat erst einmal versucht, mich zu beruhigen und es ist ihm auch ganz gut gelungen. Allerdings hat er, um, wie er sagte, sicher zu gehen, dass mit der SS alles ok ist, die HCG-Werte von Montag und dem darauf folgenden Mittwoch verglichen. Er rief mich noch Donnerstagabend an, um mir mitzuteilen, es sehe gar nicht gut aus und ich müsse mit einer FG rechnen, da der Wert sich so gar nicht verändert hätte (er lag angeblich an beiden Tagen bei fast 700). Mein Körper suggeriert mir nach wie vor durch stark schmerzende Brüste, Schwindel, empfindliche Nase und hier und da mal ein Ziehen in der Leiste, dass mit der SS alles ok ist. Ich habe heute erneut einen Termin. Meine Frage nun, ist definitiv davon auszugehen, dass ich das Kind verliere? Was muss heute auf dem US zu sehen sein, damit man eine FG zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen kann? Sollte ich weiterhin abwarten und muss ich mich besonders schonen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe

Antwort vom 20.10.2014

Hallo,
aus den von Ihnen gemachten Angaben lässt sich leider nicht auf die Schwangerschaftswoche schließen. Es ist auch nicht so, dass die Schwangerschaftswoche bestimmt wird und dann auf dem US nach Abweichungen davon gesucht wird, sondern normalerweise umgekehrt: Man schaut was auf dem US zu sehen ist und schätzt aufgrund dessen, welcher Schwangerschaftswoche das entspricht. Der erste US nach Mutterschaftsrichtlinien ist für die rechnerisch 9.-12. SSW vorgesehen, weil dann damit zu rechnen ist, dass der Embryo groß genug ist, um Fruchtblase, Kind und Herzschlag darstellen zu können und anhand der Länge das Alter zu schätzen. Auch das hat noch eine Abweichung von plusminus zwei Wochen.

Wenn früher in der Schwangerschaft ein US gemacht wird, dann ist z.B. der Nachweis einer Fruchthöhle in der Gebärmutter erst mal genug Nachweis für die Schwangerschaft und dass sie sich in der Gebärmutter angesiedelt hat.
Zum jetzigen Zeitpunkt liegt eine Schwangerschaft vor. Eine Fehlgeburt lässt sich weder vorhersagen noch ausschließen. Häufige und frühe Arztbesuche ändern daran nichts. Die Unsicherheit, die Sie jetzt durchmachen, wird mit nimmt eher zu, desto mehr unterschiedliche Personen Sie konsultieren.
Sollte beim heutigen US eine Bestätigung der Schwangerschaft erfolgen, würde ich Ihnen raten auf weitere Untersuchungen für die nächsten 4 Wochen zu verzichten und "guter Hoffnung" abzuwarten. Die Entwicklung des Kindes braucht einfach Zeit.
Wenn Sie selbst keine Anzeichen einer Fehlgeburt merken (Blutungen, Schmerzen), bringen zusätzliche Kontrollen oder Schonung keinen Vorteil.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die weitere Schwangerschaft, Monika Selow, Hebamme

1
Kommentare zu "Wie kann ich eine Fehlgeburt ausschließen?"
Anonym
Kommentar vom 21.10.2014 07:22
Arztbesuch
Hallo,
ich war also nun gestern beim Arzt, dieser hält an seiner Meinung fest, dass es zu einer Fehlgeburt kommen wird. Der HCG-Wert war von Montag auf Mittwoch von 651 auf lediglich 652 gestiegen.
Beim US war er allerdings dann doch überrascht, eine Fruchthöhle zu sehen, die vor einer Woche definitiv nicht da war. Sein Erklärungsversuch, dass die SS ja nicht von heute auf Morgen aufhören würde.
Er will in 2 Wochen erneut den HCG-Wert messen, um Reste auszuschließen. D.h,, er rechnet damit, dass ich innerhalb der nächsten 14 Tage einen Abord haben werde ...
Ich mag das noch nicht so recht glauben und versuche, mich nicht weiter verrückt zu machen, was nach all den negativen Aussagen allerdings nicht ganz leicht ist.
LG

Kommentar verfassen Alle Kommentare anzeigen


Das könnte dich auch interessieren:


Frag das babyclub.de Hebammenteam!
Jetzt kostenlos persönliche Frage stellen: