Themenbereich: Schlafen

"wacht immer schreiend aus dem Schlaf auf"

Anonym

Frage vom 20.11.2014

Hallo, mein sohn ist nun 14 wochen alt und war von anfang an ein kind das viel geschrien hat, bevorzugt am nachmittag bis in den abend. wir haben ihn immer getröste, getragen und beruhigt so gut es ging. seit 2-3 wochen sind diese schreiattaken besser geworden auch das schlafverhalten an sich hat sich verbessert (mitlerweile schläft er mehrmals am tag 45-60 minuten und nachts 1x6, 1x3 und dann 1-2 stunden)...

nun zu meiner eigentlichen frage: das problem ist das er einfach immer schreiend aufwacht. egal ob tag oder nacht, egal ob er kurz zuvor seine flasche hatte, egal wielange nach 45 minuten sowie nach 60 oder nach 2-6 stunden. manchmal schaffe ich es ihn zu beruhigen und er schläft nochmal ein, wenn er dann aber wieder erwacht schreit er wieder. er ist richtig sauer, wird knallrot, haut um sich, biegt sich durch...erst wenn ich ihm seine flasche gebe ist es gut aber ich kann ihm doch nicht nach jedem nickerchen etwas geben. eine zeitlang habe ich es gemacht nun versuche ich es seit ein paar tagen hinaus zu zögern aber er schreit meist so lange bis die flasch im mund ist.auch ist er nach kurzer zeit wieder müde, reibt sich die augen und gähnt.
es kann dochh nicht immer hunger sein...ich muss ihn doch auch anders beruhigen können...ich trage ihn, ich rede beruhigend auf ihn ein, ich singe, ich wippe ihn, ich gebe ihm seinen schnuller, ich versuche das er wieder schläft...nix hilft nur die flasche. ich gebe mitlerweile 1er milch da er mit der pre milch weit über 1000ml gekommen ist (leider konnte ich nicht stillen). woran kann es liegen? was kann ich tun? Vielen Dank

Antwort vom 22.11.2014

Hallo!
Ihr Sohn scheint aus dem Schlaf heraus von 0 auf 100 sofort mit Schreien zu reagieren auf eine Form des Unbehagens. Er kommt aus der Entspannung des Schlafes sehr schnell in eine Form der Anspannung und des Stresses, so wie Sie beschreiben, auf körperlicher, muskulärer und vielleicht psychischer Ebene. Ich vermute, es ist für Sie selbst immer wieder auch schwierig gewesen zu erkennen, welche Signale Ihr Sohn gibt bei allgemeinen Bedürfnissen wie Hunger, Müdigkeit, Aufmerksamkeit und Rückzug; Sie haben ihn immer intensiv begleitet, aber wahrscheinlich war es selten deutlich, was er wirklich brauchte. Wie Sie selbst bemerken, wird es bei weitem nicht immer Hunger sein, aber das Unbehagen wird dennoch nur durch Saugen an der Flasche mit "warmer Bauchfüllung" gemildert (ich vermute, Sie haben schon Tee zur Beruhigung ausprobiert und geschaut, ob es einen Unterschied macht?). Es gibt Ihrem Sohn die Möglichkeit des "Runterregulierens", allerdings scheint es nicht viel verändert zu haben an dem eigentlichen Auslöser. Wo der Auslöser für diesen rasanten Wechsel im Nervensystem von Entspannung zu sozusagen Hochspannung liegt, kann ich so nicht ermessen. Manchmal finden wir einen Grund im Erleben von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Diese Zeiten sind sehr prägend für Sie und Ihr Kind und schwierig erlebte Zeiten können noch lange Einfluss auf Schlafen und Weinverhalten haben. Falls Sie beim Lesen bemerken, dass das auf Sie zutreffen könnte, empfehle ich Ihnen, sich Rat und Hilfe bei Fachleuten zu holen, die sich auf die Begleitung von Schlaf- und Weinproblemen spezialisiert haben. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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