Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Gibt es noch Hoffnung auf eine intakte Schwangerschaft?"

Anonym

Frage vom 12.12.2014

Hallo liebe Hebamme,
Ich habe am 8.11. einen positiven Schwangerschaftstest gemacht, als ich es nicht glauben konnte folgten noch 4 Tests und meine Regel blieb aus.
Beim ersten Termin beim Frauenarzt war ich ca. 6. woche und man sah den dottersack mit einem kleinen punkt drin. Beim zweiten Termin 10 Tage später am 8.12. sprach sie von einer wahrscheinlich nicht intakten schwangerschaft und natürlicher Auslese und das das Kind mittels Blutung bald abgehen würde.
Bis jetzt habe ich noch keinerlei Blutung und keinerlei Bauchschmerzen. Kann es doch noch Hoffnung geben? Habe wenn keine Blutung eher kommt am 23.12. wieder einen erneuten Termin.
Habe soeben auch nochmal einen schwangerschaftstest gemacht und er war sehr schnell positiv!
Vielleicht können sie mir von solchen Erfahrungen berichten?! Das vielleicht doch noch alles gut wird?

Antwort vom 13.12.2014

Hallo, leider kann ich überhaupt nicht erkennen wie Ihre Ärztin zu der pessimistischen Aussage kommt und weiß auch nicht, wieso sie Sie überhaupt schon nach 10 Tagen wieder einbestellt hat, nachdem beim ersten Termin ja schon die Schwangerschaft bestätigt wurde.
Möglich ist, dass die Schwangerschaft jünger ist, als es nach der Berechnung anhand der letzten Periode zu erwarten gewesen wäre. Es ist sehr häufig, dass der Eisprung später stattfindet. Auch sind die Messungen nur Durchschnittswerte und die individuelle Entwicklung weisst erhebliche Unterschiede auf, zumal die Kinder sich nicht gleichmäßig entwickeln, sondern in Schüben. Solange Sie selbst nichts merken, was auf eine Fehlgeburt hindeutet (Blutungen, Schmerzen) besteht auch noch die Hoffnung auf eine intakte Schwangerschaft.
Sollte am 23.12. eine Entwicklung stattgefunden haben (also mehr zu sehen sein als ein Dottersack), so kann immer noch alles normal sein, auch wenn der Embryo kleiner ist als es dem rechnerischen Schwangerschaftsalter entspricht. Normalerweise wird dann im Verlauf der Schwangerschaft das Schwangerschaftsalter korrigiert.
Die sichere Diagnose einer zu erwartenden Fehlgeburt ist möglich indem innerhalb von 48 Stunden zwei mal Blut abgenommen und der HCG-Wert aus dem Blut bestimmt wird. Nur wenn er innerhalb dieser Zeit deutlich abgefallen ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Schwangerschaft nicht mehr intakt ist. Wenn der Wert stark fällt, "merkt" der Körper das und leitet eine Fehlgeburt ein, was eine Weile dauern kann.
In den frühen Schwangerschaftswochen ist ein Eingreifen in den natürlichen Prozess (z.B. durch eine Ausschabung) nicht notwendig.
Lassen Sie sich am 23. genau erklären was zu sehen ist und welche Größe Embryo und Fruchtblase haben. Für Nachfragen können Sie gerne die Kommentarfunktion unter der Antwort nutzen.
Ich drücke Ihnen die Daumen für eine intakte Schwangerschaft,
Monika Selow, Hebamme

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