Themenbereich: angeborene Besonderheiten

"Was kann man bei Klumpfüßen tun?"

Anonym

Frage vom 11.02.2015

Hallo, ich bin in der 30.ssw und bei meiner Tochter wurden Klumpfüße festgestellt. Was erwartet mich nun?

Antwort vom 13.02.2015

Klumpfüße sind eine sehr häufige angeborene Fehlbildung und -haltung der Füße, das heißt, dass sowohl die Fußknochenstellung als auch die Bildung der Fußmuskulatur Fehlentwicklungen aufweisen. Vom Einzelfall abhängig können meist auch ohne OP mit Gips Füße und Beinchen in die richtige Position gebracht werden. Die Therapie beginnt meist schon früh, im Säuglingsalter. Wichtig ist, dass direkt nach der Geburt geschaut wird, ob mit Gipsen alleine eine Korrektur erreicht werden kann und dass damit dann wenige Stunden nach der Geburt begonnen wird. Wenn dies der Fall ist, können sich die Füßchen später ganz normal entwickeln. Damit können OP´s in den meisten Fällen vermieden werden (nicht immer). Die Zeiten, in denen später orthopädische Schuhe notwendig sind, sind weitgehend vorbei. Je nach Ursache für die Fehlstellung kann allerdings Physiotherapie nötig sein z.B. beim Laufen lernen.
Am besten nehmen Sie zeitig (schon vor der Geburt) Kontakt mit einem Kinderorthopäden auf (am besten über die nächstgelegene Kinderklinik) um sich genauer zu informieren und den optimalen Ablauf nach der Geburt zu planen. Unter http://www.clubfoot-info.org/ finden Sie die Seite einer Selbsthilfeorganisation, auf der Eltern von betroffenen Kindern informieren, Therapien und Verläufe darstellen und Kontaktadressen zusammenstellen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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