Themenbereich: Stillprobleme

"Milchstau und Bindehautentzündung"

Anonym

Frage vom 13.02.2015

Hallo, meine 7 Wochen alte Tochter hat seit gestern eine bakterielle Bindehautentzündung, angesteckt bei der großen Schwester. Heute hatte ich einen schlimmen Milchstau. Bald zeugte sich ein weißer Punkt auf der BW. Trotz schlimmer Schmerzen habe ich gewärmt und massiert und immer wieder angelegt, das Bläschen ging nach Stunden endlich auf und sie konnte fast alles abtrinken, welch Glück! Nun frage ich mich, ob der Milchkanal durch ihre Bindehautentzündung infiziert und entzündet bzw verschlossen war. Und vor allem nun auch: kann nicht in diese nun offene Stelle sehr schnell das Bakterium eindringen und mir noch viel schlimmere Beschweden bescheren? Muss ich eine antibiotische Salbe auftragen? Wenn ja, welche? Zum Arzt? Es ist natürlich Freitag Abend:-(... Klinik fände ich ja blöd, nicht das die mich für bescheuert halten??? Ich kann die kleine ja nicht vor dem Stillen im Gesicht desinfizieren und sie wischt sich ja alles durchs Gesicht...die Brust zieht und brennt übrigens noch ziemlich...ist aber ja auch Gereizt? Ich wäre total dankbar für Ihren Rät, möchte eigentlich gern weiter stillen!
1000 Dank und herzliche Grüße

Antwort vom 15.02.2015

Hallo!
Ich rate Ihnen zuallererst Ihre Hebamme umgehend um einen Hausbesuch zu bitten. Aktuell haben Sie also mehrere familiäre "Baustellen". Da Ihre jüngste Tochter gerade erst aus dem Neugeborenenalter heraus ist, sollten Sie mit Sorgfalt überlegen, wie sie rasch behandelt werden kann bzgl. der Bindehautentzündung (Arztaufgabe). Insgesamt brauchen Sie eine sehr gute familiäre Händehygiene und täglich überall frische Handtücher, um allgemein das Risiko weiterer Infektionen bzw. der anhaltenden Ausbreitung zu vermeiden. Nach Ihrer Beschreibung vermute ich, dass primär ein verschlossener Milchgang ("weisser Punkt" bedeutet meistens ein Häutchen, hinter dem sich die Milch staut und damit den Milchstrang dahinter heiss, schmerzhaft und gerötet sein lässt). Diese Häutchen entstehen meist nicht aufgrund von bakteriellen Infektionen, sondern manche Frauen sind dafür anfälliger. Allerdings sind Sie selbstverständlich in der Gefahr, dass insbesondere mit gereizter, vielleicht verletzter Haut Bakterien eine Eintrittspforte finden. Sie sollte die geöffnete Stelle mit Kochsalzlösung regelmässig nach dem Stillen reinigen und evtl. über die nächsten drei Tage täglich einmal desinfizieren mit einen Haut-Schleimhautspray. Gleichzeitig sollte die Wundheilung gefördert werden mit dem Auftragen eines reinen Wollfetts. Falls Sie anhaltend Schmerzen in der ganzen Brust haben, die Brust gerötet ist und prall und schmerzhaft und evtl. Temperatur entwickeln, muss Sie definitiv eine Hebamme und/oder Arzt sehen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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