Themenbereich: Stillen allgemein

"Wie die Schlafphasen verändern?"

Anonym

Frage vom 24.02.2015

Hallo liebes Stillteam,

meine Tochter ist nun schon 8 1/2 Monate alt und wir haben immer noch keinen festen Stillrythmus.

Ich habe mich bisher geweigert, mich an die "Vorgaben" zu halten, weil ich nach dem Bedarf meiner Kleinen stillen wollte. Allerdings bin ich nun verunsichert, weil sich das immer noch nicht eingependelt hat. Mal will sie alle drei Stunden essen, dann wieder öfter. Manchmal trinkt sie auch nur ein bischen und lässt dann wieder los, um etwas später auch wieder nur eine kleine Menge zu trinken. Am Besten trinkt sie allerdings, wenn sie müde ist und schläft dann auch an der Brust ein.

Momantan frage ich mich auch, ob es daran liegt, dass sie nachts nicht durchschlafen kann. Sie schläft nämlich max. 4 Std am Stück und wird dementsprechend mind. 2x nachts gestillt. Villeicht habt Ihr auch dazu einen Tipp, wie ich ihre Schlafphasen verlängern kann.

Vielen lieben Dank vorab!

Antwort vom 27.02.2015

Hallo!
Ihre Tochter ist in einem sehr typischen Alter und in einer Entwicklungsphase, wo die Nächte wieder unruhiger werden, die Kinder häufiger aufwachen und Hilfe brauchen, um wieder in den Schlaf zu kommen. Gleichzeitig ist auch ihre Stillverhalten normal: Acht Monate alte Säuglinge trinken durchschnittlich wieder 8-10mal am Tag (sprich innert 24 Stunden), lassen sich leicht ablenken beim Stillen, brauchen häufig eine ruhige, entspannte Gegend, um sich nur auf das Stillen konzentrieren zu können und um auch wirklich bis zur Sättigung zu saugen. In dem Alter hat das Stillen aber schon länger nicht nur mit Nahrungsaufnahme zu tun, sondern zeigt sich bei Trostbedarf, Unwohlsein oder bei dem Bedürfnis nach einem sicheren Hafen (z.B., wenn es gerade etwas Neues lernt, braucht jedes Kind wieder einen "sicheren Ort" zur Erholung, bevor es wieder auf Entdeckungsreise gehen kann). Ich empfehle Ihnen, etwas mehr noch zu beobachten, in welchen Situationen was passiert. Vielleicht können Sie damit leichter Rückschlüsse ziehen und entscheiden, ob es jetzt das Stillen ist, das Halten, der Hunger oder etwas ganz anderes, was Ihre Tochter plagt und dieses Bedürfnis anders beantworten als mit dem Anlegen an der Brust. Bisher schienen Sie allerdings zufrieden mit Ihrer Stillbeziehung zu sein und es spricht normal nichts dagegen, auch so weiter zu machen. Im Laufe der nächsten Wochen wird das Schlafverhalten wahrscheinlich wieder ruhiger. Vielleicht hat sich aber auch etwas an der Schlafumgebung geändert bei Ihnen daheim: könnte es etwas geben, was Ihr Kind von der Umgebung her häufiger aufwachen lässt? "Schärfen Sie Ihre Wahrnehmung", alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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