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"bedrohliches Ereignis beim jungen Säugling"

Anonym

Frage vom 18.03.2015

Hallo,

auch unser kleiner Sohn (Ben ist Freitag zehn Wochen alt) hat oft Probleme mit Spucken, würgen, aufstossen und auch Blähungen. Natürlich mach ich mir deshalb auch Sorgen bzgl. des plötzlichen Kindstods.

Ich fange mal ziemlich von vorne an. Als Ben zur Welt kam habe ich erst zwei Tage gestillt. Da fing es schon an dass er immer mal wieder gespuckt hat und viele Blähungen hatte. Da habe ich mir jedoch noch nichts dabei gedacht. Als es dann mit dem Stillen nicht klappte, stellten wir die Nahrung noch im Krankenhaus auf die PRE Nahrung von Beba um. Soweit hatte ich mir keine grossen Sorgen gemacht. Auch bei der Abschlussuntersuchung sowie bei der U2 und U3 war nichts festzustellen.

Ich habe es als Speihkind ein wenig abgetan muss ich gestehen. Bis das der 02.Februar kam...

Alles war soweit normal. Mal hat er gespuckt und mal nicht. Ich fütterte Ihn un wollte ihm ca. Ne Stunde darauf anziehen um spazieren zu gehen. Ich muss dazu sagen, anziehen war nie seine Stärke, das mochte er noch nie. Er begann wie immer zu schreien, was nicht ungewöhnlich war, plötzlich wurde er auf einen Knall ruhig, schloss die Augen und lief blau an... Ich geriet natürlich in Panik. Rief panisch nach meinem Mann, der sofort den Notarzt verständigte. Dieser wies mich direkt an den kleinen durch den Mund zu beattmen, was ich auch tat und der Kleine kam wieder zu sich bevor der Rettungswagen da war. Es wurde sofortcein EKG geschrieben, aber keine Auffälligkeiten festgestellt. Wir fuhren mit dem Rettungswagen sofort in die Kinderklinik. Dort wurde sofort eine Blutuntersuchung, ein ernrutes EKG, ein EEG, sowie ein Ultraschall vom kompletten Bauchraum und Magen gemacht. Drei Tage wurde er dort durchgehend überwacht ( Herztöne und Sauerstoffsättigung) Nach drei Tagen wurden wir entlassen. OHNE BEFUND. Alles sei okay. Vielleicht ein kleiner Reflux.Aber bei Babys wäre es öfters das sie sich für ein paar Sekunden *Wegschreien* das hat Ben vorher nie gemacht. Er bekam derzeit 130 ml von der PRE Nahrung. Diese wurde von den Ärzten der Klinik auf 100 runter geschraubt, mit der Begründung nun sollte es besser werden. Ich sollte die Nahrung erst ab einem Gewicht von 4000 Gramm erhöhen. Er wog derzeit ca. 3200. Nach dem runtersetzen war Ben nie satt, weinte nur noch und krümmte sich vor schmerzen, immer dann wenn sein Magen knurrte. Das konnte man hören. Er hatt nicht mehr richtig geschlafen und trotz des herabsetzens kam öfters die Milch hoch. Vorher hatte er sich nie weg geschrieen. Seitdem wir die Milch runtersetzen mussten passiert das regelmässig.

Nach Rücksprache mit unserm Kinderarzt, der über dieses herabsetzen der Menge die Hände über dem Kopf zusammen schlug, sollten die Nahrung nach und nach wieder erhöhen. Sprich alle drei bis vier Tage ca. 15 ml. Bis wir irgendwann auf der Menge für sein Gewicht sind. Vor zwei Wochen ca. Reichte ihm irgendwann die Menge auch nicht mehr und unser Kinderarzt empfiel uns auf die PRO 1 umzusteigen... nun ist er zwar satt aber spucken tut er immer noch sehr oft, hat viele Blähungen und würgen manchmal nah der Mahlzeit oder dem Tee, allerdings auch nicht immer. Gerade die letzte Zeit fällt mir oft auf, dass er Aufstossen muss, das Gesicht verzieht und anfängt zu weinen, obwohl ich ihn beim Schlafen schon hochgelagert hinlege und ihn zusätzlich immer ca. Eine Stunde nach der Malzeit ziemlich aufrecht halte. Er bekommt gegen den Durst zwischendurch Fencheltee... Auffällig für mich ist auch dass er teilweise ne Stunde oder auch zwei nach der Mahlzeit noch spuckt... Das begleitet uns den ganzen Tag aber natürlich auch die Angst.. Wäre es vielleicht sinnvoll auf eine AR Nahrung umzustellen?

Ich hab keine Ahnung wie ich damit umgehen soll, denn dem kleinen gehts ja auch nicht gut dabei, demnach weint er auch oft... Nachts schläft er zwar mittlerweile seine 7 Stunden am Stück, ich allerdings nicht. Weil ich bei jedem Geräusch aufschrecke.. Ich weiss nichtmalcwas ich noch mehr machen soll, ausser ihn beim Schlafen und zu und nach den Mahlzeiten hochzulagern?!

Antwort vom 22.03.2015

Hallo!
Gleich zu Beginn Ihrer Elternschaft hatten Sie ein lebensbedrohliches Ereignis mit Ihrem neugeborenen Kind. Sie wurden in der Klinik überwacht und mit unauffälligen Befunden wieder nach Hause entlassen. Für Sie selbst ist es seitdem verständlicherweise ausgesprochen schwierig, dieser möglichen Normalität zu vertrauen; ich vermute, Ihnen sitzt der Schreck einfach immer noch und viel zu tief in den Gliedern und so schlagen Sie sich die Nächte um die Ohren mit der Sorge, das sich das wiederholt. Falls Sie (und Ihr Mann) immer noch unter hoher Anspannung stehen, kann es sehr hilfreich sein, die Geschehnisse mit einer psychologischen Fachperson zu besprechen und zu versuchen, gestärkt aus dem Ereignis herauszukommen. Wenn diese Anspannung bestehen und unverarbeitet bleibt, ist es oft schwierig alle anderen Geschehnisse für normal und aushaltbar zu halten. Es ist anzunehmen, dass Ihr Sohn einen Reflux hat, wie viele andere Kinder auch; eine sehr mühsame Sache für Kinder und Eltern gleichermaßen, bis sich dieser Reflux im Laufe der Monate auswächst. Gleichzeitig ist es möglich, dass Ihr Ben mehr leidet als andere Kinder. Die Magensäure kann die Speiseröhre angreifen und Schmerzen verursachen. Für diese Fälle braucht es eine Umstellung auf AR Nahrung (bzw. eine Zugabe zur normalen Nahrung) und vielleicht sogar Medikamente bzgl. der Magensäure. Genauso kann es sein, dass Ben die Nahrung nicht verträgt und vielleicht auf die Kuhmilcheiweiße reagiert. Und zuletzt: auch an Ihrem Sohn wird das Ereignis nicht spurlos vorüber gegangen sein. Bitte sprechen Sie sich erneut mit der Kinderarzt ab und beschreiben Sie Ihre Beobachtungen. Dieser könnte Sie auch verweisen in eine psychologische Betreuung. Das Leben mit Ihrem Sohn sollte froh machen und zuversichtlich stimmen und nicht von Angst bestimmt sein. Unterstützende Gespräche und vielleicht auch Maßnahmen wie der Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses für Kinder können Sie stärken. Ebenso möchte ich hinterfragen, ob es Sinn macht, dass Ben Fencheltee zwischendrin bekommt. Der Tee kann auch eine gegenteilige Wirkung haben und den Magen mit der reinen Wassermenge mehr belasten als hilfreich sein. Wir haben keinen Hochsommer und in dem Alter Ihres Sohnes reicht es normalerweise aus, wenn er den Durst über die Milchflasche löscht. Da ich die Abstände der Mahlzeiten nicht kenne und auch nicht weiß, wie Sie mit Menge und Häufigkeit schon experimentiert haben, kann ich dazu nicht viel sagen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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