Themenbereich: Stillprobleme

"Hat eine Lieblingsbrust-wie soll ich weiter vorgehen?"

sidbabe
Gelegenheitsclubber (0 Posts)

Frage vom 27.05.2015

Hallo.

Mein Sohn 11 Wochen alt hat eine Lieblingsbrust. Das war bisher auch kein Problem, da er auch von der anderen gut trank. Mittlerweile allerdings nuckelt er an der "schlechten" Brust nur noch herum, er trinkt kurz, nuckelt dann, oder schläft ein, obwohl ich ihn immer wieder dort anlege. Oder aber er lässt die Brust los und weint.
Ich habe nun seit einigen Tagen versucht ihn immer zuerst an der schlechten Brust anzulegen, damit sich dort die Milchmenge steigert, bzw. es für ihn einfacher wird. Leider bisher ohne Erfolg. Auch unterschiedliche Stillpositionen brachten kein Ergebnis. Gibt es noch etwas das ich tun kann, oder muss ich mich jetzt damit abfinden, dass ich bald nur noch mit einer Brust stillen kann? Wird der Milchfluss auch angeregt, wenn er an einer Brust immer nur ein paar Mal richtig zieht? Sollte ich versuchen den Milchfluss generell anzuregen, zb. durch Bockshornklee?? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort vom 29.05.2015

Hallo!
Ihre Beschreibung lässt vermuten, dass Ihre "schlechtere" Brust insgesamt nur noch wenig Milch bildet und deshalb Ihr Sohn uninteressiert und nur kurz trinkt und einschläft oder weint. Je nachdem, wie lange sich dieses Vorgehen Ihres Sohnes schon hinzieht, wurde wahrscheinlich diese eine Seite nur unzureichend stimuliert und entsprechend die Milchbildung zu wenig angeregt. Hier geht es also in erster Linie um die Menge der Milchbildung und weniger um den Milchfluss. Selbstverständlich kann es auch sein, dass auf dieser Seite die Milch nur langsam oder mäßig fließt bzw. floss, so dass sich ein Kreislauf von mangelndem Milchspendereflex und darauf folgender geringer Entleerung und Stimulation kam. Ich empfehle Ihnen zwei Maßnahmen: einerseits rate ich dazu, diese eine Seite mit der Pumpe zu stimulieren und zu schauen, ob eine größere Milchmenge und ein guter Milchspendereflex das Saugen an dieser Brust wieder attraktiv macht für Ihren Sohn. Falls Sie gleichzeitig Anhaltspunkte finden, dass Ihr Sohn den Kopf nicht gut in alle Richtungen drehen kann, die Kopfform asymmetrisch oder ihm Schlucken und Saugen nicht immer leicht fällt, ist ein Besuch beim Osteopathen sinnvoll. Auch trotz Positionenwechsel beim Stillen lässt sich das nicht immer ausgleichen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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