Themenbereich: Geburt

"Einleitung wegen großem Kind und verkalter Plazenta notwendig?"

Anonym

Frage vom 05.08.2015

Liebe Hebammen,
Ich bin nun 40+2 und fühle mich sehr gut. Alles ist in Ordnung, der Muttermund ist allerdings noch geschlossen wurde mir gestern gesagt. Ich hab gestern einen Termin in der geburtsklinik gehabt und bin auf eigene Gefahr wieder nach Hause gegangen. Man hat mir zur Einleitung geraten aufgrund der geschätzten Größe und Schwere des Kindes (4000g), weniger Fruchtwasser, leichte Verkalkung der Plazenta und überhaupt hätte ich schon Montag zur Einleitung kommen sollen, wegen meiner angeblichen schwangerschaftsdiabetes. Ich hatte einen Traum Blutdruck und das ctg war immer unauffällig. Keine wassereinlagerungen, absolut nix. Ich werde von einer sehr erfahrenen Hebamme betreut. Sie hat meine zuckerwerte mit beobachtet, neben Frauenarzt und diabetologe, und meinte immer, ich soll mir eine zweite Meinung einholen. Ich hätte ihrer Ansicht nach nix und mache mich nur verrückt. Das habe ich leider nie gemacht. Tatsächlich habe ich gegessen wie immer und meine Werte waren immer gleich gut, auch die langzeitwerte. Festgestellt wurde es in der 6. Woche und man prophezeite mir die ganze Zeit, dass ich garantiert noch Insulin spritzen muss, aber es passierte nix. Werte blieben stabil,aber den Eintrag im mutterpass könnte man ja nun nicht wieder rückgängig machen. Da hätten sie ja zugegeben eventuell falsch diagnostiziert zu haben. Nun ist die Maus natürlich schwer und groß, aber ich finde nicht sonderlich schlimm. Und man verschätzt sich zum Ende ja auch gern mal. Ich würde natürlich sehe oft geschallt während der Schwangerschaft und es war immer alles wie im Lehrbuch.
Nun wurde ich von der Ärztin gestern natürlich sehr verunsichert. Aufgrund der Größe kann sie da stecken bleiben und Sterben und dabei stecken bleiben und sterben und mein Damm kann sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Sämtliche Risiken. Ich kam mir vor wie eine Rabenmutter und bin dennoch stark geblieben und wieder nach Hause. Ich vertraue auch mehr auf die Meinung meiner Hebamme und möchte auf keinen Fall einen Kaiserschnitt. Dieser ist ja aber schon vorprogrammiert bei einer künstlichen weheneinleitung. Ich habe der Ärztin gesagt, ich möchte auf jeden Fall noch bis zum Wochenende warten.
Nun sitze ich hier und lese alles mögliche und bin mir nicht sicher, ob zurück ins Krankenhaus und Einleitung oder noch 3 Tage warten. Ich weiß wie meine Hebamme dazu steht. Ich weiß wie Ärzte dazu stehen. Aber ich hätte gern noch eine weitere Meinung einer Hebamme. Dass Ärzte gern auf null Risiko gehen und Angst haben verklagt zu werden habe ich immer im Hinterkopf, aber als Schwangere, erstgebärende möchte man auch immer alles richtig machen und am liebsten auch kein Risiko eingehen. Allerdings sind diese Einleitungen ja auch nicht ohne Risiko. Was soll ich tun? Noch warten bis zum Wochenende? Meine Hebamme kommt Freitag wieder zu mir.
Danke für eure Hilfe!!!! Toll,dass es so eine Hilfe gibt!

Antwort vom 05.08.2015

Hallo,

das ist eine verzwickte Situation! Ich kann leider keine genaue Ferndiagnose stellen und muß Sie wirklich vertrauenswürdig an Ihre Hebamme verweisen.
Sie hat Sie auch schon in der Schwangerschaft betreut, kennt Ihre Werte und auf Ihr Urteil würde ich schon viel wert legen.
Wenn Sie keinen Diabetes haben und einfach nur ein großes Kind, dann finde ich es durchaus legitim eine normale Geburt zu probieren, auch große Kinder werden normal geboren.
Falls natürlich die Plazenta wirklich sehr verkalkt seien sollte und das CTG auffällig ist, kommen Sie um eine Einleitung nicht herum.
Sind Doppler und CTG in Ordnung, dann sehe ich aus der Entfernung keinen Grund für eine Einleitung.
Aber wie gesagt, ich bin weit weg, kenne Sie nicht und würde deswegen an meine Kollegin verweisen und vielleicht hat sie noch eine Idee, wie Ihr Kind gut, sicher und normal auf die Welt kommen kann.

Ich drücke Ihnen alles, damit es klappt, viel Glück!!!!

Viele Grüße

Diekmann

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