Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Ungewissheit nach positiven Schwangerschaftstests"

Anonym

Frage vom 27.09.2015

Hallo!

Ich wende mich heute mit einer Frage an Sie, auf die ich so im Internet und auch bei meinem Frauenarzt bisher keine Antwort bekommen habe.
Ich habe am 12. Zyklustag (mithilfe von Ovulationstests ermittelt) meinen Eisprung gehabt. (Nur) Am 11. Zyklustag hatten wir Geschlechtsverkehr.
Bereits am 25. Zyklustag bzw. am Eisprung+13 habe ich mit einem 10er Schwangerschaftstest leicht positiv testen können, jedoch nur in gutem Licht lesbar.
Einen oder zwei Tage später (bin nicht mehr ganz sicher) hatte ich (etwa 3-4 Stunden lang) eine merkwürdige Blutung. Es handelte sich um sehr braunes, sehr flüssiges Blut (?), vollkommen frei von Gewebefetzen, wie man es sonst von der Menstruation kennt. Nur ganz zu Anfang kam ein klein wenig helles blut.
Bis Eisprung+18 waren die Tests weiterhin eher schwach positiv. An Eisprung+20 hatte ich einen Arzttermin. Rechnerisch wäre das etwa SSW 4+4.
An diesem Tag betrug mein ß-HCG-Wert lediglich 48. Man sagte mir, ich könne davon ausgehen, dass die Blutung am eigentlichen Menstruationsbeginn eine Abbruchblutung war und der HCG-Wert in den nächsten Tagen bei Null sein sollte, womit sich dann auch eine weitere Blutung einstellen würde, da die Schleimhaut an 4+4 sehr hoch aufgebaut war (jedoch ohne dass man eine Fruchthülle o.ä. sehen konnte).
Am gleichen Abend machte ich zuhause noch einen Schwangerschaftstest. Dieser war dieses Mal relativ deutlich postitiv. Als ich zwei Tage später wissen wollte, ob sich der Wert schon gegen Null eingependelt hat, habe ich wieder einen Schwangerschaftstest gemacht. Dieser war sehr deutlich positiv (etwa SSW 4+6, ZT 34, ES+22). Obwohl man mir in der Arztpraxis gesagt hatte, dass ich nicht wieder kommen muss, Alkohol trinken darf (hatte wegen einer anstehenden Feier gefragt, ob ich der Fehlgeburt sicher sein könne) und ich eine erneute Blutkontrolle selbst bezahlen müsste, hatte ich im Gefühl, dass ein stärker ausfallender Schwangerschaftstest eigentlich gegen eine Fehlgeburt spricht und habe den HCG-Wert erneut kontrollieren lassen. Beim ersten Mal (SSW 4+4, ZT 32, ES+20) war er bei 48, zwei Tage später dann bei 129. Auf meine Frage, was dies für mich bedeutet, wurde mir nur gesagt, dass der Wert sich gut verdoppelt. Ob er für die Schwangerschaftswoche noch immer angemessen sei, konnte man mir am Telefon nicht beantworten.
Meine größte Angst ist die vor einer Eileiterschwangerschaft.
Ich habe seit dem Entfernen meiner Kupferspirale vor 6 Monaten jeden Monat zur Zeit des Eisprungs starke einseitige Schmerzen, die mit einer Schwellung verbunden sind. Diese Schmerzen ziehen sich über mehrere Stunden, teilweise bis zu zwei Tagen hin.
Vor meiner ersten Schwangerschaft vor 6 Jahren wurde ich bereits viermal wegen Endometriose und den damit einhergehenden Zysten operiert. Einmal wurde ich aufgrund einer Blinddarmentzündung am Unterleib operiert.
Vor etwa 8 Monaten hatte ich eine Eileiterentzündung, die zwar mit einer langen Antibiotika-Einnahme therapiert wurde, aber nicht weiter kontrolliert wurde.
Zudem war ich bis vor kurzem starke Raucherin (ich hatte das Rauchen bis zur vermeintlichen Fehlgeburtsdiagnose 3 Wochen lang aufgeben können und seitdem, also vor fünf Tagen - ich müsste heute in SSW 5+2 sein - leider wieder aufgenommen, jedoch auf 5 Zigaretten täglich reduziert).

All diese Begebenheiten lassen mich an einer intakten Schwangerschaft zweifeln und ich hoffe sehr, dass - sofern eine ektope Schwangerschaft bestehen sollte - dies früh genug erkannt wird.
Sprechen denn meine Symptome, also der späte HCG-Anstieg, die braune Blutung, die Vorerkrankungen etc, überhaupt für eine Eileiterschwangerschaft? Ich habe erst in zwei Wochen einen erneuten Termin zur Nachkontrolle, jedoch macht diese Ungewissheit mich wahnsinnig und daher suche ich Ihren Rat.

Ich danke Ihnen für Ihre Antwort.

Mit besten Grüßen

mt

Antwort vom 01.10.2015

Hallo, viele Tests und Untersuchungen in einer sehr frühen Schwangerschaftswoche bringen leider meistens mehr Verunsicherung als feste Erkenntnisse. So ist es im Moment leider einfach nicht möglich, genau zu sagen, ob oder wie sich Ihre Schwangerschaft weiterentwickelt, wann diese genau eingetreten ist und wo sie sich eingenistet hat. Für was Ihre Symptome sprechen, kann daher im Moment nur spekuliert werden.
Mit der Verlaufskontrolle des HCG Wertes kann eine intakte Schwangerschaft erkannt oder ausgeschlossen werden, es ist jedoch nicht möglich den Einnistungsort dadurch festzustellen. Das geht dann mit Ultraschall besser, jedoch ist auch da in einer frühen Woche weder in der Gebärmutter noch im Eileiter eindeutig etwas festzustellen.
Daher ist der Termin in 2 Wochen völlig ausreichend und bis dahin versuchen Sie, sich in Geduld zu üben, da Sie leider im Moment keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf haben und Sie auch durch weitere Schwangerschaftstest keine neuen Erkenntnisse gewinnen werden.
Verhalten Sie sich trotzdem so, als ob Sie schwanger wären was das Rauchen und den Alkohol betrifft, bis es mehr Klarheit gibt.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Olivia Heiss

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Kommentare zu "Ungewissheit nach positiven Schwangerschaftstests"
Anonym
Kommentar vom 01.10.2015 19:00
Ungewissheit nach positiven Schwangerschaftstests
Ein kleines Update:
Heute war ich dann doch schon früher als geplant beim Arzt, da ich kurz leichte Schmierblutungen hatte und Angst hatte, dass diese stärker werden könnten. Es blieb dann doch bei einer winzigen Schmierblutung von ca. 10 Minuten Dauer. Rechnerisch müsste ich heute in SSW 5+6 oder 6+0 sein. Allerdings war im Ultraschall noch immer nichts zu sehen, keine Fruchthöhle(Fruchthülle?), keine freie Flüssigkeit. Weder in der Gebärmutter noch in den Eileitern. Und im Bauchraum konnte man auch nichts finden. Selbst ein zweiter, sehr erfahrener Arzt, konnte nichts sehen. Nun wurde mir erneut Blut abgenommen und es hieß, dass eine Bauchspiegelung durchgeführt werden müsse, sofern der HCG-Wert über 1000 sei. Aber irgendwie macht mir das alles Angst, denn selbst die Ärzte sind in diesem Fall zur Zeit ratlos. Sie wissen ja gar nicht, wo genau sie operieren müssen. Ich habe Angst, dass sie mir schlussendlich die Eileiter aufschneiden, wodurch ja Vernarbungen entstehen, und dann feststellen, dass in den Eileitern alles in bester Ordnung ist. Am liebsten würde ich einfach noch länger warten. Ich hoffe, die Ärzte geben mir die Möglichkeit dazu.

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