Themenbereich: Stillen

"Wie zufüttern und Stillen vereinbaren?"

Anonym

Frage vom 03.10.2015



Hallo liebes Hebammenteam,

meine Tochter kam vor 4 Wochen 12 Tage nach ET durch eine Einleitung zur Welt. Wir hatten einen holprigen Start. Sie konnte nicht gleich zu mir und trinken. Die Vormilch reichte ihr dann nicht, sie hatte Durstfieber und die Stillberaterin in der Klinik riet zusätzlich zum häufigen Anlegen, Rebonding (das wir auch Zuhause mit der Hebamme 2x wiederholten) zum Zufüttern mit der Magensonde über die Brustwarze beim Stillen bzw. den Fingerfeeder.
Ich pumpte Muttermilch ab, leider kam nach dem Anlegen immer nur ca 25-20ml aus beiden Brüsten. Gute Ernährung, Tee, Milchbildungsmassagen etc. und das Pumpen hat dann etwas Besserung verschafft. Leider Nuckelt meine Tochter eher und schläft viel ein, will dann ständig an die Brust, Minimum alle 2 Std eher häufiger. Ist weinerlich und schreit viel, ich schätze vor Hunger.
Die Zunahme liegt bei ca 200g/Woche.
Ich habe es leider körperlich einfach nicht mehr geschafft 24std rund um die Uhr ohne Schlaf 1std zu stillen, 30 min zu pumpen -sie schläft (vor Hunger?) auch kaum und trinkt (dann vor Müdigkeit?) noch weniger als ohnehin schon- zu sterilisiren etc. Ich selbst habe seit einem Monat daher nur 2-4 Std pro Tag geschlafen. Dazu das schreiende unzufriedene Kind..

Ich habe mich jetzt zum Zufüttern entschieden und daher meine aktuelle Frage.
Ich lege die Kleine erst an und gebe ihr dann so viel Pre nahrung, wie sie möchte. ca 40-60ml bisher. Das zeigt mir schon, dass sie nicht satt wurde vorher, oder? Auch das Verhalten ist viel fröhlicher und entspannter, der Schlaf besser.
Wie kann ich am zusätzlichen Stillen dennoch festhalten? Kann ich beim Zufüttern Fehler machen?
Ich würde meiner Tochter zumindest so lange wie möglich noch Muttermilch mit auf den Weg geben wollen.

Antwort vom 05.10.2015

Hallo!
Weitermachen wie bisher und im Hinterkopf haben, das Stillkinder durchschnittlich 8-12 Stillmahlzeiten am Tag haben, zu Zeiten der Wachstumsschübe sind es auch mehr. Die ein oder andere Mahlzeit davon ist nicht immer eine komplette Hungermahlzeit, sondern zum Beruhigen, für Trost, zur Entspannung da, aber auch damit wird Milch stimuliert und die Bildung erhöht. Und unbedingt auf die Wachstumsschübe achten, dann bedeutend häufiger an die Brust nehmen (auch zum Nuckeln, wenn das für Sie okay ist), nicht auf eine 1erNahrung wechseln, vielleicht ab und an zufüttern über die Sonde. Die nächsten Wochen sind einerseits noch ein Wendepunkt, inwiefern die Milchmenge stabil bleibt, aber auf der anderen Seite kann Ihnen Ihre Entscheidung sehr wohl viel Entspannung, mehr Schlaf, weniger Stress bringen und damit auch mehr Milch! Also nicht die Zuversicht verlieren, viel Körperkontakt und Kuscheln Haut an Haut, möglichst vermeiden einen Beruhigungssauger anzubieten, sondern nach den "echten" Bedürfnissen suchen. Und von einer Fachfrau nochmals nachprüfen lassen, ob das "müde" Saugen einen anderen Grund hat als eine nicht ausreichende Milchbildung. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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