Themenbereich: vorzeitige Wehen

"Was kann ich noch bei vorzeitigen Wehen tun?"

Anonym

Frage vom 13.10.2015

Hallo!

Ich habe folgendes Problem:
Ich bin gerade zum zweiten mal schwanger, heute genau in der 32+0. An sich hatte ich keine Probleme in der Schwangerschaft (keine Übelkeit, keine Wassereinlagerungen etc.).
Jedoch wurde in 23+0 bei der Feindiagnosik festgestellt, dass mein Gebärmutterhals auf 2,7cm geschrumpft war und ein deutlicher Trichter im Ultraschall vorlag.
Daraufhin habe ich sofort ein Beschäftigungsverbot und eine relative Bettruhe erhalten.
Bei 23+6 habe ich mich bei meiner Ärztin wieder vorgestellt, im Ultraschall war kein Trichter mehr zu sehen und der GMH war bei 3,5cm. Die Schonung hatte sich also gelohnt!
Mein nächster Termin war bei 24+6. Mein Gebärmutterhals war bei 3,2cm ohne Trichter.
Dann bei 26+6 war der GMH bei 3,0 mit ganz leichtem Trichter.
Zwei Wochen später dann bei 28+6 war ein deutlicher Trichter, der GMH geschrumpft auf nur noch 1,2cm! Alles verlief ohne weitere Symptome, keine Infektion, kein Druck auf den Muttermund, keine Wehentätigkeit. Gute Entwicklung des Babys, ausreichend Fruchtwasser, Plazenta unauffällig, keine Infektion.
Meine Ärztin hat mich nach dieser drastischen Verschlechterung gleich ins Krankenhaus geschickt.
Im Krankenhaus haben sie den Befund von 1,2cm bestätigen können. Es wurde ein Abstrich gemacht, um Kulturen anzulegen und diverse mögliche Infektionen auszuschließen. Ich blieb im Krankenhaus, an dem Tag jeweils zwei CTGs (alles okay, absolut keine Wehentätigkeit). Zudem wurde mir die Lungenreife gespritzt, am nächsten Abend dann nochmal. Zudem wurde mir ein Cerclage-Pessar eingesetzt (so ein Ring). Der Abstrich-Befund war negativ, also keine Infektionen. Zudem wurde noch ein Tag nach dem Einsetzen des Pessars geschaut, ob dadurch eine Wehentätigkeit einsetzt - aber nichts. Dann wurde ich bei 29+1 entlassen.
Bei 29+3 war ich bei meiner Ärztin, da ich noch ein Rezept für das Östrogest brauchte (vaginal tägl. 200mg). Zudem habe ich vom Krankenhaus aus noch eine Scheidensanierung mit Vaginalabletten 6 Tage lang gemacht.
Gestern war ich wieder zur Kontrolle (31+6). Das Pessar sitzt gut, PH-Test war in Ordnung. Nur waren auf dem CTG leichte Wehen zu erkennen. Daher bat mich meine Ärztin, morgen nochmal zum CTG zu kommen.
Ich nehme täglich 2x 240mg Magnesium.

Jetzt endlich zur Frage:
Sollte die Wehentätigkeit bleiben (ich merke nur, dass mein Bauch manchmal hart wird - Schmerzen habe ich keine, nur ab und an ganz leichtes ziehen), was kann noch gemacht werden? Muss ich ins Krankenhaus?
Da ich bereits die Lungenreife bekommen habe, ist das ja keine Indikation für einen Krankenhausaufenthalt. Oder? Zudem würde ich ungern Wehenhemmer erhalten.
Ich möchte ungern ins Krankenhaus, da ich ja auch schon eine kleine Tochter habe (2,5 Jahre) und die letzten drei Tage im KH schon schwer waren. Mein Mann kümmert sich toll um sie, ich muss nichts machen und kann schön liegen.
Kann ich nochwas gegen die Wehen machen? Selbst wenn es nur Übungswehen sind, können diese doch in meinem Fall trotzdem zu einer Frühgeburt führen, oder?

Danke für Ihre Antwort!
Liebe Grüße

Antwort vom 15.10.2015

Hallo,

das hört sich alles sehr unruhig an und nicht schön.
Ich kann verstehen, daß Sie nicht mehr ins KH gehen wollen.
Außer MG und Ruhe kann man leider nichts machen.
Wenn es so ist, daß Sie wirklich aus den normalen Arbeiten komplett ausgeschaltet sind und liegen können, würde ich versuchen so lang wie möglich zu hause zu bleiben.
Natürlich müssen Sie sich genau beobachten und wenn Sie merken, daß irgendetwas anders ist müssen Sie zum Arzt! Das ist wichtig.
Ansonsten sprechen Sie es mit Ihrer Ärztin ab, dann denke ich ist es ok.
Sie können sich zusätzlich von einer Hebamme betreuen lassen, die Ihnen individuelle Beratung und Tipps geben kann.

Viele Grüße
Josmann

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