Themenbereich: Stillen

"Gründe für nächtliches Stillen"

Anonym

Frage vom 02.12.2015

Warum kommt meine Tochter (9 Monate alt) nachts so oft an die Brust?

Unser Baby ist nun schon 9 Monate alt und ich weiß mir langsam nicht mehr zu helfen. Momenan wacht sie bis zu 10 Mal pro Nacht auf und ist nur durch die Brust zu beruhigen. Sie trinkt dann auch eine Weile und die Windel am Morgen wiegt dementsprechend gefühlte Zentner. Zum Glück schläft sie direkt neben mir im Bett, sonst würde ich wohl wahnsinnig werden, wenn ich so oft aufstehen müsste. Mit 5 oder 6 Monaten hatte sie bereits durchgeschlafen und dann, mit Beginn des Zahnens um den 6. Monat rum, begannen die anstrengenden Nächte. Ich möchte sie wirklich noch gerne weiter stillen, aber ich arbeite tagsüber schon wieder und brauche einfach mal etwas Schlaf. Die schlimmen Nächte begannen aber schon, bevor ich wieder anfing zu arbeiten. Es können ja nicht immer noch die Zähne sein oder? Warum möchte sie so oft trinken? Und gibt es etwas, was ich tun kann, damit sie besser schläft? Wir haben schon versucht, ihr eine Flasche mit pre zu geben, da hat sie auch ohne weiteres 150 ml weggetrunken und kam 2 Stunden später trotzdem wieder. Dann kann ich mir das nächtliche Fläschchenmachen auch sparen, da werde ich ja erst so richtig wach.... Tagsüber isst sie gut und viel, sie ist für ihr Alter schon sehr groß (trägt Größe 86/92) und sehr aktiv, probiert sich schon im Laufen. Könnte es auch sein, dass sie deshalb einfach nachts auch noch viel Nahrung braucht?
Haben Sie einen Rat?

Antwort vom 06.12.2015

Hallo!
Die Zahnentwicklung, der Druck im Kiefer und das Durchbrechen der Zähne verändert bzw. verschiebt viel im Kieferknochen und somit auch im ganzen Schädelbereich. Da Sie den Beginn der Unruhe mit dem Zahnen in Verbindung bringen, rate ich Ihnen zu einem Besuch beim Osteopathen. Gleichzeitig erleben es viele arbeitende Mütter, dass ihr Kind in der Nacht die Gelegenheit nutzt, Kuscheln und Hautkontakt nachzuholen. Die nächtliche Unruhe mit neun Monaten ist typisch und gibt es bei Still- als auch Flaschenkindern. Die Nahrungsmenge macht in den meisten Fällen keinen Unterschied, auch, wenn der Nahrungsbedarf insgesamt mit Beginn des Laufens natürlich erneut ansteigt. In der Hebammensprechstunde vom 1. Dezember d.J. zum häufigen nächtlichen Aufwachen finden Sie vielleicht auch noch Anhaltspunkte, die für Sie und Ihre Tochter gelten könnten. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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