Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Schwanger, aber unklare Befunde im Ultraschall"

Anonym

Frage vom 02.01.2016

Hallo liebes Hebammenteam,

Irgendwie bin ich nun total verunsichert.
Am 17.11.2015 hatte ich das letzte mal meine Periode.
Am 17.12.2015 War ich deswegen bei der FA und sie sagte es ist alles in Ordnung und die Gebärmutterschleimhaut ist gut aufgebaut.
Am 25.12.2015 habe ich Frühs einen frühtest gemacht und der hat 2 Striche angezeigt also schwanger.
Am 27.12.2015 habe ich dann einen normalen test gemacht der War negativ.
Am 30.12.2015 sollte ich zur Vertretung von meiner FA er hat einen Test nochmal gemacht der War um 11:30 positiv.
Ultraschall hat er auch gemacht und hat eine Früchthülle gesehen War aber noch 2 kleiner daneben also kleine schwarze hüllen.
er meinte ich bin schwanger also Frühschwangerschafft.
Gestern und heute früh hatte ich ausfluss mit ganz hellem Blut nur ganz bißchen.
Deswegen nochmal zum Arzt Bereitschaftsdienst. Sie hat nicht feststellen können woher das minimale Blut herkommen könnte.
Per Ultraschall hat sie die Gebärmutter angeschaut aber gesagt die schwarzen Punkte sind keine Schwangerschaft aber mein einer eierstock macht irgendwas und ja ich bin schwanger.
Sie meinte dann nur wahrscheinlich hab ich eine eileiterschwangerschaft habe aber keine schmerzen. Und ich soll nächste Woche nochmal zum Arzt und das htc testen lassen ob es nach oben gegangen ist.
Auch habe ich täglich mit Übelkeit Kopfschmerzen. Sehr oft ziehen im Rücken was ich sonst nur habe kurz bevor ich meine Periode bekomme. Doch das geht locker seit 3 Wochen so.

Ich bin echt verwirrt. Was soll ich den jetzt wirklich machen? ???

Antwort vom 04.01.2016

Hallo, die minimale Blutung kann durch die vermehrte Durchblutung der Gebärmutter verursacht sein. Dies ist recht häufig und kein Grund zur Beunruhigung. Derzeit können Sie leider gar nichts tun, außer Abwarten. Die Ergebnisse der frühen Ultraschall- Untersuchungen lassen leider noch keine eindeutige Aussage zu. Eeventuell war es einfach noch zu früh, um Fruchtblase und Embryo darstellen zu können und es dauert einfach noch ein bisschen, bis sich alles zeigt. Solange ist aber auch eine Eileiterschwangerschaft nicht vollständig ausgeschlossen.
Es gibt für den weiteren Verlauf folgende Möglichkeiten:
1. Es ergibt sich eine normale Schwangerschaft, die jedoch jünger ist, als es die letzte Periode vermuten lässt
2. Die Schwangerschaft hat sich zu einem frühen Zeitpunkt nicht weiter entwickelt. In dem Fall dauert es oft eine Weile bis der Körper "merkt", dass etwas nicht in Ordnung ist, aber meist setzt eine Blutung ein, in der die aufgebaute Schleimhaut wieder abgestoßen wird. Zu so einem frühen Zeitpunkt ist das wie eine verstärkte Periode
3. Sollte sich der Embryo tatsächlich in einem Eileiter eingenistet haben oder anderswo außerhalb der Gebärmutter, dann ist er entweder irgendwann im US sichtbar oder wird wieder resorbiert, wenn er sich nicht weiter entwickelt. In letzterm Fall würde ebenfalls die aufgebaute Schleimhaut wieder abgestoßen werden. Sollten Sie jedoch stärkere Schmerzen bekommen (vor allem einseitig), ist zu empfehlen eine Klinik aufzusuchen, da es sich um Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft handeln könnte.
Durch die vorgeschlagene HCG-Messung ist leider auch keine eindeutige Diagnose möglich, wenn im Ultraschall keine Fruchtblase/kein Embryo gesehen werden kann.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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