Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Schwangerschaft bei Vorerkrankungen"

Anonym

Frage vom 26.01.2016

Hallo!
Ich hätte da ein paar fragen und zwar bin ich versteift l5/s 1,habe eine schmerzpumpe mit mophinpumpe implantiert, hashymoto thyreoditis, raynaud Syndrom und sklerodermie und mein Mann und ich wünschen uns sehr ein Baby. Mich macht das psychisch auch total fertig da ich denke das es leider nur ein Wunsch bleibt.jetzt meine frage können sie mir bitte jemand vorschlagen zum Beispiel eine Klinik wo sich damit auskennt?Denn in meiner Nähe gibt es niemand.das ist im Saarland.meinen sie das ich noch schwanger werden kann?Also vor der Implantation der pumpe meinte meine gynäkologin ich könnte schwanger werden aber das Kind nur per Kaiserschnitt bekommen aber wie sieht es jetzt aus da die pumpe links im Bauch ist.ich bedanke mich schon im voraus für Ihre mühen und antworten.
Dankeschön

Antwort vom 29.01.2016

Hallo, keine der Erkrankungen, die Sie haben, schließt für sich genommen die Erfüllung des Kinderwunsches grundsätzlich aus. Sie müssten aber damit rechnen, dass die bisherigen Therapien eventuell im Verlauf der Schwangerschaft angepasst werden müssen. Da es sich um ganz unterschiedliche Spezialisten handeln würde, kann es auch sein, dass der eine das sagt und der andere etwas anderes. Was Sie derzeit tun können:
Als erstes mit dem Arzt, der den Hashimoto behandelt besprechen was Sie tun können, wenn Sie schwanger werden möchten und was zu beachten ist, wenn eine Schwangerschaft eintritt. Sollten Sie bislang nicht bei einem Spezialisten für Schilddrüsenerkrankungen in Behandlung sein, wäre zu empfehlen sich dahin überweisen zu lassen.
Die Morphinpumpe schließt eine Schwangerschaft nicht aus. Wichtig wäre, dass Sie zur Geburt in ein Perinatalzentrum gehen, dem eine Kinderklinik angeschlossen ist, falls das Morhium, das Sie bekommen zum Kind gelangen kann. Wird das Morphium direkt in die Rückenmarksflüssigkeit abgegeben, besteht diese Gefahr eigentlich nicht. Auch das müssten Sie mit dem zuständigen Arzt für die Pumpe besprechen. Ob ein Kaiserschnitt erforderlich wäre, lässt sich aus den wenigen Angaben zur Wirbelsäule nicht so ohne weiteres beurteilen. In Bezug auf die Sklerodermie kann er nötig sein, wenn der Genitalbereich stark betroffen ist.
Insgesamt ist zur Abklärung und auch bei der Schwangerschaftsbetreuung problematisch, dass ganz unterschiedliche Fachdisziplinen zuständig sind, die leider auch dann eine Meinung zu allem abgeben, wenn sie keine Ahnung außerhalb ihres Fachgebietets haben.
Eine fundierte Prognose und Behandlung aus einer Hand, können Sie erfahrungsgemäß leider nicht als Selbstverständlichkeit erwarten, wenn Sie nicht gerade das Glück haben an jemanden zu geraten, der den Aufwand der Zusammenarbeit mit anderen Ärzten nicht scheut und bereit ist sich zu informieren, bevor er etwas sagt.
Zu empfehlen ist auf jeden Fall, dass Sie sich zusätzlich zu der Betreuung durch die Fachärzte eine Hebamme suchen, die Sie dabei unterstützt "zu sortieren" und die ihrerseits Kontakt aufnimmt zu den Ärzten, um Fragen zu klären (eine Art Lotsenfunktion oder "Case-Management").
Auf der medizinischen Seite könnte Ihnen vielleicht die Sprechstunde an einem Perinatalzentrum weiterhelfen. Oder Sie informieren sich zusätzlich bei Selbsthilfegruppen, mit welchen Stellen andere Frauen in Ihrer Region gute Erfahrungen gemacht haben.
Als letzte Anlaufstelle, die gute Beratung machen und kostenlos erreichbar sind, kann ich Ihnen nich Schwangerenberatungsstellen empfehlen. Diese sind Flächendeckend vorhanden, verfügen über einen guten Überblick zu den Angeboten der Region und sie können gut beraten. Sie sind zuständig für Konflikte in Bezug auf eine Schwangerschaft.
Für Nachfragen können Sie gerne die Kommentarfunktion unter der Frage nutzen.
ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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