Themenbereich: Geburt allgemein

"Ist eine natürliche Geburt mit Epilepsie möglich?"

Anonym

Frage vom 30.04.2016

Guten Tag,
Ich hatte vor meiner Schwangerschaft 2 epileptische Anfälle (im Abstand von einem Jahr) und seitdem nehme ich ein Medikament dagegen ein.
Bin nun in der 30 SSW. Mein Gynäkologe und meine Hebamme meinen, dass nichts gegen eine natürlichen Geburt spricht, wobei mein Gynäkologe zu einer PDA geraten hat und die Hebamme davon abgeraten hat. Der Neurologe hat mir zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten, damit mein Körper von der Geburt nicht zu sehr gestresst wird.
Ich würde jedoch eine natürliche Geburt im Krankenhaus (mit anwesenden Kinderarzt und Neurologen) bevorzugen.
Haben Sie Erfahrung mit Geburten von Müttern mit Epilepsie? Was spricht für/gegen eine natürliche Geburt?
Vielen Dank für die Antwort und Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort vom 01.05.2016

Hallo, wie Ihr Neurologe auf die Idee kommt, dass ein Kaiserschnitt den Körper weniger stresst, ist mir ein Rätsel. Es handelt sich dabei um eine große Bauch-OP, bei der einige Medikamente gegeben werden und wieviel "Stress" dabei dann auftritt ist auch nicht vorhersehbar. Sicher ist, dass die Erholung danach deutlich länger dauert, als nach einer natürlichen Geburt.
Bei einer medikamentös gut eingestellten Epilepsie (einer bei der unter Medikamenten keine Anfälle aufgetreten sind) spricht alles für eine normale Geburt. Tendeziell wirken die in der Schwangerschaft ausgeschütteten Hormone eher schützdend gegen epileptische Anfälle. Letzendlich sind Sie diejenige, die entscheidet welcher Weg eingeschlagen wird.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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