Themenbereich: Schwangerschaft

"Kann die Schwangerschaftswoche stimmen?"

Anonym

Frage vom 19.05.2016

Hallo! Ich hoffe ich bin hier richtig und jemand kann mir meine Angst nehmen. Kurz zu mir: ich hatte im Januar 2013 eine Missed Abort, im Januar 2014 kam dann unsere Tochter per Sectio zur Welt, im Dezember 2015 habe ich Ende des 4.Monats meine Tochter still zur Welt gebracht (Turner Syndrom mit leider ganz mieser Prognose!) Nun bin ich endlich wieder schwanger- ein absolutes Wunschkind, wenn auch psychisch die reinste Tortur:-(!
Meine letzte Periode hatte ich am 04.04.16, mir einer Zykluslänge von 25-28Tagen (dank Agnus castus,ohne habe ich immer Schmierblutung!)Positiv getestet habe ich mit einem Clearblue am 03.05, ausgehend von einem 26Tage Zyklus hätte ich da ja 4+0 sein müssen. Sechs Tage später war ich (benötige Gelbkörper)beim Gyn und sie sah eine hochaufgebaute Schleimhaut, soweit so gut. Heute war ich wieder da (6+2 nach meiner Rechnung) und man sah eine Fruchthöhle, eine Fruchtanlage und einen Herzschlag. Meine Gyn meinte, es sähe nach einer intakten Ss aus, jedoch sei ich vermutlich viel früher dran, in der 5 Woche. Sie meinte bestimmt (5+..)anders kommt es ja nicht hin. Ist es denn überhaupt möglich, dass der Eisprung über eine Woche oder 5/6 Tage später war und ich trotzdem nach 26 Tagen positiv teste? Bitte helfen sie mir, ich habe große Angst! Machen 5/6 Tage so viel aus am Anfang? Sie sprsch was von 1,8 (und hier habe ich nicht mehr zugehört)..Kurz noch: meine Gebährmutter ist "retro"?

Antwort vom 21.05.2016

Hallo, es tut mir sehr leid, dass Sie sich durch die Erfahrungen bei den voran gegangenen Schwangerschaften so ängstigen. Die gemessenen Werte, nach denen die Schwangerschaftswochen errechnet werden, sind Durchschnittswerte, die eine Genauigkeit vorgaukeln, die es so tatsächlich nicht gibt.
Mit "1,8 " könnte Ihre Ärztin die Länge (vom Kopf bis zum Po) des Embryos in Millimeter gemessenen haben. Mit 2 Millimeter (also einem Fünftel eines Zentimeters) ist der Durchschnitt der Kinder in der 6+0 SSW.
90% der Kinder sind allerdings irgendwo zwischen 5+2 und 6+4, also in einer Bandbreite von 9 Tagen, obwohl sie genauso groß sind. Weitere 10% sind noch jünger oder älter und es kann trotzdem noch alles in Ordnung sein.
Ich kann Ihnen nur raten, die Anzahl und Häufigkeit der Untersuchungen eher einzuschränken. Häufige Kontrollen und "genaue" Messung und Überwachung führen oft zu Ergebnissen, die scheinbar nicht zueinander passen und dann mehr verunsichern, als helfen.
Was derzeit festgestellt werden kann und auch festgestellt wurde ist, dass Sie schwanger sind, sich die Schwangerschaft in der Gebärmutter angesiedelt hat und dass sogar schon ein Herzschlag sichtbar ist. Also ist alles Bestens, soweit es überhaupt feststellbar ist.
Sinnvoll wäre, wenn Sie erst in der rechnerich 9.-10. SSW wieder einen Ultraschall vornehmen lassen würden. In dieser Zeit ist das Kind groß genug, dass alles gut sichtbar und messbar ist (es ist mehr als 10 mal so groß wie jetzt, mit 2-3 Zentimetern aber immer noch klein). Bis dahin ist "guter Hoffnung sein", das Beste, was Sie tun können.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die weitere Schwangerschaft, Monika Selow



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