Themenbereich: Blähungen & Verdauungsprobleme

"Unruhe und Weinen durch Verdauungsbeschwerden "

Anonym

Frage vom 03.06.2016

Hallo, ich habe eine Frage. Meine Tochter ist neun Wochen alt und ich habe das Gefühl das ihre Blähungen und Drückereien immer schlimmer werden. Sie bekommt mittlerweile fast nur noch die Flasche. Mittlerweile ist um 3 Uhr die Nacht rum und sie drückt nur noch und quält sich. Dann muss ich ihr immer wieder den Schnuller geben sonst schreit sie. Stuhlgang kommt nur alle zwei bis drei Tage. Ab 9 Uhr, wenn ich die fertig gemacht habe ist sie total müde, das drücken hört erstmal auf und sie schläft. Schreierei auch nach fast jeder Flasche oder Brust. Fenchel-Kümmel-Anistee, bi Gaia, und sab simplex hat keine Verbesserung gezeigt. Dazu hat sie im Gesicht und am Hals Pickelchen und eine wunde Haksfalte. Der Kinderarzt sagt es wäre neugeborenenakne und das Drücken und Schreien sei normal. Vielleicht können Sie mir einen Rat geben. Ich habe zuerst apramil Ha pre gegeben und vor vier Tagen auf das Aptamil bei Blähungen umgestellt. Es würde eher schlechter.

Antwort vom 07.06.2016

Hallo!
Manche Säuglinge haben wirklich sehr viel mit ihrem Verdauungssystem zu tun. Es ist ganz leicht irritiert und plagt schon, wenn sie etwas trinken. Diese Irritation ergibt sich auch leicht aus dem Tagesablauf heraus. Wenige Aktivitäten am Tag, feste Rituale und sehr ruhige Essenszeiten sind für diese Kinder sehr wichtig. Das bedeutet insbesondere, dass auch Sie sich als Mutter die Zeit und Ruhe nehmen, Ihr Kind mit Nahrung zu versorgen. Smartphone, Fernsehen, Dauerberieselung vom Radio etc. können sehr störend wirken. Aus der Erfahrung heraus taugt den Säuglingen die aufrechte Position am allerbesten, also empfehle ich Ihnen Ihr Kind immer wieder zu tragen in einem Tuch oder einem gut halbgebenden Tragesack. Das Drücken der Kinder hat für diese oft eine Entlastungsfunktion, das bedeutet, sie können damit auch mal "Dampf ablassen". Das Schreien eines Säuglings ist für eine Mutter nicht gut auszuhalten und wir tun alles, um das Kind ruhig zu halten. Lassen Sie sich doch von Ihrer Wochenbetthebamme zeigen, was Ihnen und Ihrem Kind hilft und gut tut, wenn Ihr Kind schreit. Zu guter Letzt kann eine osteopathische Behandlung hilfreich sein, um etwaiges Verspannungen o.a. im kindlichen Körper zu lösen (oder auch bei der Mutter). Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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