Themenbereich: Geburt allgemein

"wie kann ich mein Kind gebären?"

Anonym

Frage vom 08.06.2016

Guten Tag.

Unsere Geschichte ist etwas chaotisch. Ich bin bei 28+4 erste Schwangerschaft.

In der 21ssw wurden wir von meiner Gynäkologin zur Feindiagnostik überwiesen wegen zu viel fruchtwasser.

Nun stellte sich bei Bauchzwerg eine Nackenfalte von 8.7mm, eine stirnödem von 2mm ein zu kurzes Nasenbein und ein fehlender Magen heraus.
Diagnose: 1:76 auf gendefekt.
Nach ewigem hin und her haben wir die fruchtwasserpunktion machen lassen.

Baby hat auf dem 5ten Chromosomenpaar eine inversion. Jetzt werden wir gecheckt ob einer das vererbt hat.

Aber keiner weiß was es ist, und der Pränantaldiagnostiker weiß nicht woher das Fruchtwasser kommt. Bin nach Dehnung der Gebärmutter bei etwa 34 schwangerschaftswoche, gebärmutterhals ist bei 32mm.

Der Arzt sagt wir sollen ein KH finden was ab 30ssw entbindet.

Wir haben aber erst in 1.5 Wochen einen Termin zur risikoschwangerschaftsberatung in der charite mitte Berlin.

Nun hab ich ein paar gruselige geburtsgeschichten gelesen was so passieren kann bei zu viel fruchtwasser, wenn es plötzlich abgeht.

Ich hab generell Probleme angefasst zu werden. Seit Wochen durchlauf ich meine ganz persönliche Hölle da ich von Arzt zu Arzt gescheucht werde, ich fühle mich wie eine laborratte. Der entbindung hab ich zuvor schon mit Horror entgegen gesehen. Mit Ärzten hab ichs generell nicht so. Aber so wie das aktuell wirkt... worauf muss ich mich seelisch und die moralisch einstellen?

Ich habe Angst davor da zu liegen und angeglotzt und angetatscht zu werden weil die nicht wissen womit mein baby ins leben startet. Das unser kleiner wie eine kuriosität begutachtet wird.

Mein ursprünglicher Wunsch war eine Wassergeburt, da ich mich da am wenigsten wie auf dem Präsentierteller fühle. aber wie ist das bei einem frühchen?

Im liegen halt ich nicht aus, kann jetzt schon nicht mehr liegen.
Bewegen geht auch kaum, Rückenschmerzen ohne ende. Bauch ist 110cm aktuell, ich habe diese ss noch nicht Einen Tag genossen und das ganze hat uns ziemlich fertig Gemacht.

Haben Sie ein paar Tips für mich. Brauche dringend Rat.

Ist eine spontane geburt überhaupt machbar oder doch ehr Kaiserschnitt? Für meine Seele wäre eine spontane Geburt schon besser. Um wenigstens irgendwas normales in dieser Schwangerschaft zu erleben.

Danke fürs lesen.


Antwort vom 13.06.2016

Ihre Problem sind sehr vielschichtig - einerseits die nachgewiesenen Besonderheiten, von denen man nicht sagen kann, wie sehr sie Ihres Kindes Start ins Leben beeinträchtigen, andererseits auch Ihre eigenen Vorbehalte gegen Berührungen, Ärzte, Krankenhaus, ...
Am besten wäre, wenn Sie eine Hebamme aufsuchen, die Schwangerenvorsorge und / oder Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden anbietet. Mit der können SIe in aller Ruhe die verschiedenen Fakten durchsprechen, die kann Ihnen auch vor Ort helfen, die geeignete Geburtsklinik zu finden, in der Sie und ihr Kind so versorgt werden können, dass Sie sich damit gut fühlen.
Ich vermute, dass Ihnen eher ein Kaiserschnitt empfohlen wird, um das Baby möglichst zu schonen und wenn die Geburt tatsächlich schon in einer frühen SSW erfolgen soll, dann wird es auch sinnvoll sein, ein Perinatalzentrum aufzusuchen. Ihr Baby wird als Frühchen mit Organfehlbildungen auf jeden Fall intensiv überwacht werden und im Perinatalzentrum können Sie nahe bei Ihrem Baby sein. Sprechen Sie Ihre Sorgen und Fragen auch bei der geplanten Risikoberatung an - ggf kann Ihnen auch dort eine Hebamme zur Beratung vermittelt werden. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!

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