Themenbereich: Schwangerschaft

"Was kann ich bei einer bevorstehenden Fehlgeburt tun?"

Anonym

Frage vom 05.08.2016

Hallo,

bei mir wurde gestern bei 9+0 endgültig festgestellt, dass meine Schwangerschaft nicht intakt ist. Die Fruchthöhle und der Dottersack sind seid dem 01.08. schön gewachsen, aber der Embryo nicht. Meine Ärztin sagt das Verhältnis passt nicht mehr. Und Herzschlag gab es noch nicht. Der HCG Wert lag Montag bei 96.000. Das ist doch eigentlich gut oder?
Sie wollte mich am liebsten gleich in die Klinik zur Ausschabung schicken, aber das möchte ich eigentlich nicht. Ich musste letztes Jahr schon einmal zu einer AS undes war die Hölle für mich. Nun soll ich nächsten Mittwoch erstmal nochmal zu meiner Frauenärztin kommen, aber spätestens dann wird sie mich in die Klinik schicken. Sie meint es birgt Gefahren nicht ausschaben zu lassen, da es nicht von alleine komplett abgebaut werden kann je größer die Fruchthöhle ist, ich zu viel Blut verlieren könnte und/oder es sich auf meinen weiteren Kinderwunsch auswirken könnte. Was kann ich machen?

Antwort vom 06.08.2016

Hallo, zunächst einmal würde ich Ihnen raten eine zweite Meinung einzuholen. Von den wenigen Daten, die zur Verfügung stehen, kann ich leider keine Rückschlüsse ziehen. Wesentlicher als die aktuellen Daten ist der Verlauf. Normalerweise bedeutet Wachstum des Dottersacks, dass eine Entwicklung stattfindet und mit zeitlichem Abstand noch mal kontrolliert werden kann.
Der HCG-Wert ist recht hoch, so dass in den nächsten Tagen eher nicht damit zu rechnen ist, dass von alleine eine Fehlgeburt anfängt. Eine Fehlgeburt steht recht sicher bevor, wenn der HCG-Wert innerhalb von zwei Tagen deutlich gefallen ist (um ca. 60%).
Es besteht kein Grund für einen übereilten Eingriff. Die Ausschabung birgt auch Risiken und abwartendes Verhalten ist nahezu gleichwertig mit einer Ausschabung. Maßgeblich für die Entscheidung ist daher eigentlich, was Ihnen lieber ist. Sie können dazu den Artikel unter folgendem Link lesen:
http://www.zeit.de/2012/24/M-Fehlgeburten
Wenn sich herausstellen sollte, dass es eine Fehlgeburt wird (was alleine von Ihrer Beschreibung her noch nicht sicher ist) haben Sie die Möglichkeit sich von einer freiberuflichen Hebamme dabei betreuen zu lassen. Diese kann Ihnen auch Tipps geben zu unterstützenden Mitteln. Das macht aber erst Sinn, wenn sich die FG durch Beschwerden bemerkbar macht (Blutungen, Schmerzen) oder wenn der HCG-Wert deutlich gesunken ist.
Sollte es noch nicht so lange her sein, dass die Schwangerschaft bekannt ist z.B. weil Sie noch bis vor kurzem hormonelle Empfängnisverhütungsmittel genommen haben oder wenn Unklarheiten bestehen in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich befinden, kann es sich auch um eine normale Schwangerschaft handeln, die später entstanden ist, als es der letzten Periode nach zu vermuten ist.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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