Themenbereich: Stillen

"gleich wieder Hunger nach dem Stillen mit acht Wochen "

Anonym

Frage vom 11.09.2016

Guten Tag,
ich habe folgendes Anliegen. Meine Tochter ist nun 8 Wochen alt und wurde bisher voll gestillt. Allerdings ist sie seit ca. 3 Wochen nach dem Stillen nicht wirklich lange zufrieden (sie trinkt 30 Minuten an jeweils einer Brust und bekommt bereits beide nacheinander) und möchte gleich nach 30- Max. 60 Minuten gleich wieder gestillt werden! Nun habe ich begonnen ihr PRE Milch zu zufüttern. Mit dem gleichen Erfolg wie bei der Muttermilch. Nach dem Fläschen will sie gleich nach 30 Minuten wieder trinken, obwohl sie nach dem Fäschen immer papp satt wirkt und oft nicht mehr als 60ml schafft. Nun bin ich hin und her gerissen, ihr eine 1er Milch, anstatt der PRE zu geben, allerdings hab ich ein Problem mit der Stärke und dem Zucker der ja darin enthalten ist und für Babys weder gut noch wirklich sinnvoll ist. Dadurch da sie ständig vor Hunger weint, bin ich nun leider sehr gestresst und merke,
(beim Abpumpen) dass meine Muttermilch irgendwie immer weniger wird.
Was könnte ich tun, um sie besser satt zu bekommen???????
Mit freundlichen Grüßen

Antwort vom 15.09.2016

Hallo!
Ich empfehle Ihnen, Ihre Wochenbetthebamme erneut zu kontaktieren. Diese sollte einerseits die Gewichtskurve (nach WHO) Ihres Kindes kontrollieren, bei einer Trinkmahlzeit dabei sein und mit Ihnen die aktuellen Signale und Entwicklungsschritte Ihres Kindes beobachten. Ebenfalls kann Sie Ihnen Tipps und Informationen geben, wie Sie die Muttermilchmenge steigern können. Somit wird klar, ob Sie schon seit Beginn an eher zu wenig Milch haben und es jetzt deutlich wird, dass es von Anfang nicht gereicht hat (insbesondere, wenn Ihre Tochter Ihr Geburtsgewicht nicht innerhalb von 10-14 Tagen erreicht hatte). Es ist aber sehr gut möglich, dass die Unruhe Ihres Kindes und das Erleben, dass dieses immer an die Brust möchte, aus einem typischen Entwicklungsschritt aller Säuglinge heraus resultiert. Die Zeit zwischen 5. und 8. Lebenswoche ist besonders anstrengend, weil die Kinder sich nicht ablegen lassen, andauernd getragen werden möchten und sehr, sehr viel Körperkontakt einfordern. Das zeigt sich natürlich auch und insbesondere in einem vermehrten Saugbedürfnis, welches oft als ständiger Hunger falsch gedeutet wird. Sie beschreiben ja sehr klar, dass Sie, obwohl Sie eine Flasche anbieten, die Zufriedenheit Ihrer Tochter nicht länger anhält. Natürlich haben die Kinder auch einen Wachstumsschub in der Zeit, so dass sie durch vermehrtes Saugen an der Brust die Milchmenge steigern wollen. Die "Krise" dauert meistens 2-3 Tage an, bis sich der Körper mit der Milchbildung auf das neue Niveau eingependelt hat. Wenn ich es richtig verstehe, haben Sie gleichzeitig angefangen zu pumpen. Leider zeigt sich die Stimulation und das Fliessen der Muttermilch an der Pumpe nicht im gleichen Maße, so dass Sie das Gefühl kriegen, es kommt sowieso immer weniger. Versuchen Sie dieses Wirrwarr im Kreislauf mit Ihrem Kind und das Verschieben der Bedürfnisse mit Ihrer Wochenbetthebamme zu klären. Diese kann auch nach acht Wochen noch zu Ihnen zur Beratung kommen. Ansonsten wenden Sie sich an eine Stillberaterin. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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