Themenbereich: Baby-Alltag

"findet nur mit Flasche in den Schlaf"

Anonym

Frage vom 14.09.2016

hallo,
unser Sohn ist 11 monate!er findet mittag wie abend nur in den Schlaf mit flasche! Dann wacht er nach ca 45 min wieder auf und dann wieder flasche (weniger)dann ist nachts ruhe!er ist am tag sehr häufig nöhlig und reibt sich die Augen bzw ohr!er schläft er aber im kinderwagen nicht ein!zuhause kommt er auf ca ne std mit flasche!er ist dann am nachmittag nur nöhlig und es strengt mich nur noch an!wir haben es versucht das er abend die flasche zum Abendbrot dazu bekommt und dann haben wir unser Ritual !dann wacht er auf und lässt sich nicht beruhigen.er schreit wie am Spieß ob tragen oder streicheln!kuscheln will er auch nicht. ..Ich weiß mir keinen Rat mehr !es wäre einfach schön wenn er ausgeglichener wäre durch eine halbe std mehr schlaf....

Antwort vom 16.09.2016

Hallo!
Ich vermute auch, dass Ihrem Sohn zusätzlicher Schlaf fehlt, um ausgeglichener zu sein. Gleichzeitig würde mich aber auch interessieren, ob er vielleicht auch noch mehr Milch braucht, um satt zu werden und gut zu gedeihen (nach Wachstumskurve). Es wird manchmal sehr unterschützt, wie viel Kalorien nötig sind, um auch zufrieden in den Schlaf sinken zu können. Wenn Sie also Denken bzw. der Meinung sind, dass Ihr Kind nicht mehr so viel Milch trinken sollte, weil er "schon 11 Monate alt ist", dann könnte die Gabe von mehr Milch als notwendige Nahrung hilfreich sein für mehr Zufriedenheit. Prinzipiell ist es ganz normal für viele Säuglinge, dass sie die Flasche und das Saugen brauchen, um in den Schlaf zu kommen. Ihrer Beschreibung nach liegt aber vielleicht auch das Thema darin, dass es ihm schwer fällt sich für den Schlaf herunter zu regulieren. Möglicherweise reagiert Ihr Sohn gleichzeitig sehr empfindlich auf Sinneseindrücke und wird deshalb schnell wieder wach. Ebenso ist er vielleicht sehr reizoffen, das heißt, er reagiert schnell auf Reize von außen und kann diese nicht gut verarbeiten bzw. abschalten. Sie geben ja auch das Beispiel, dass er im Kinderwagen nicht einschläft oder auch Kuscheln in der Schreiphase nicht hilfreich zu sein scheint; das passt dazu, dass dem Kind (und damit folgend auch den Eltern) alles zu viel wird. Manches Kind mit dieser Schwierigkeit geben auch nicht sehr deutliche Signale, um ihren Bezugspersonen zu zeigen, was sie brauchen. Gleichzeitig fällt es manchen Eltern schwer, diese Signale zu lesen und sich aufeinander abzustimmen. Kinder, die sich nur schwer selbst regulieren können, brauchen einen sehr klar geregelten Tagesablauf, eine Verringerung der Sinneseindrücke und Eltern, die in dieser Zeit die Ruhe bewahren können. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie brauchen also in all diesen Punkten Hilfe und Unterstützung, weil Sie viele Tipps schon erfolglos versucht haben umzusetzen, dann wenden Sie sich bitte an eine Beratungsstelle oder Fachperson, die sich mit dem Thema von Regulationsstörungen bei Säuglingen auskennt. Viele dieser Begleitungen beobachten Sie und Ihr Baby, um u.a. herauszufinden, ob und wo sich Schwierigkeiten eingeschlichen haben im Umgang miteinander und sind deshalb von großer Hilfe. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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