Themenbereich: Babyernährung

"zusätzliche Kalziumgabe nach Abstillen, wenn er keine Milch trinkt?"

Anonym

Frage vom 28.09.2016

Liebe Hebamme,
vielen Dank für dies Beratungsangebot. Mein Sohn ist 13 Monate alt. Er ist ein guter Esser (morgens Getreide-Milchbrei, mittags am Familientisch, abends Banane-Getreidebrei + Familientisch). Außerdem stillt er zur Zeit noch 4mal in 24 Stunden. Darüber hinaus trinkt er schluckweise, jedoch nicht mehr als ca. 100ml Wasser pro Tag aus einer Schnabeltasse. Die Flasche hat er nie genommen.
Ich würde das Stillen nun gern reduzieren auf abends und morgens je einmal. Allerdings trinkt mein Sohn überhaupt keine Milch, er spuckt sie einfach wieder aus. Unverträglichkeit ist es nicht, denn er bekommt abends und morgens je ca. 100ml Kuhmilch im Brei.
Meine Frage ist nun: wieviel Milch sollte ein 13 Monate altes Kind trinken? Reichen 200ml über den Brei, und wenn nicht, haben Sie noch eine Idee, wie ich ihm die Milch schmackhaft machen kann? Oder sollte ich einfach das Stillen reduzieren und darauf setzen, dass er sie dann irgendwann von selbst trinkt, wenn er merkt, dass es Muttermilch tagsüber einfach nicht mehr gibt? Muss ich mich, wenn er wirklich keine Milch trinkt, extra um ausreichende Calciumaufnahme kümmern?
Vielen Dank!

Antwort vom 29.09.2016

Hallo!
Der Kalziumbedarf eines Kindes zwischen 1-4 Jahren beträgt 600mg/Tag. Kalzium ist nicht nur in Milch und Milchprodukten, sondern auch in Broccoli, Grünkohl, Lauch, Sesamsamen und z.B. kalziumreichen Mineralwasser. Mit diesen Angaben haben Sie die Möglichkeit, selbst auszurechen, was Ihr Kind durchschnittlich über die Woche hinweg an Nahrungsmitteln mit Kalzium erhält, um einen Überblick zu erhalten. Ich würde Ihnen außerdem empfehlen, die Abneigung Ihres Sohnes Milch pur zu trinken, einfach so stehen zu lassen. Bieten Sie ihm Milch an in den Breien, aber es besteht keine Notwendigkeit, ihn zum Trinken zu zwingen. Ich vermute auch nicht, dass Ihr Sohn nach dem Abstillen plötzlich auf Kuhmilch umsteigt, denn das Stillen ist für ihn natürlich viel mehr als nur Trinken und die Aufnahme von Milch. Das es Milch ist, die er trinkt, ist ja nur in Ihrem Bewusstsein verankert, für ihn ist es aber ein ganz anderes "Paket". Falls Sie eine zu geringe Menge an Kalziumaufnahme berechnen, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über einen Ersatz. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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