Künstliche Befruchtung

Die künstliche Befruchtung

Die künstliche Befruchtung ist für viele Paare die letzte Chance auf dem Weg zum ersehnten Wunschkind. Es gibt verschiedene Arten der künstlichen Befruchtung, zusammengefasst werden sie unter dem Begriff  "Assistierte Reproduktionstechnologien" (ART), die alle abgeleitet sind aus der klassischen In-vitro-Fertilisation. Je nach Art des Problems entscheidet der Arzt, welche Methode zum Einsatz kommt.

1. In-vitro-Fertilisation (IVF)

Bei einer künstlichen Befruchtung mittels IVF-Behandlung sorgt zunächst eine Hormontherapie dafür, dass im Körper der Frau mehrere Eizellen heranreifen. Diese werden anschließend entnommen und in einem Reagenzglas mit männlichen Spermien zusammengebracht. Nach der Befruchtung wird mindestens eine Eizelle in die Gebärmutter eingesetzt. Die IVF ist besonders gut geeignet für Frauen mit beschädigten Eileitern, bei schwerer Endometriose, bei ungeklärter Kinderlosigkeit und für ältere Frauen.

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2. Intrazytoplasmatische Spermienindektion (ICSI)

Die ICSI-Methode kommt zum Einsatz, wenn der Mann zu wenig Spermien hat oder deren Beweglichkeit eingeschränkt ist (kann mit Hilfe eines Spermiogramms herausgefunden werden). Statt einer natürlichen Vereinigung von Eizelle und Samen wird hier ein Spermium ausgewählt, speziell behandelt und mit einer extrem dünnen Nadel unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle injiziert.

Erfolgsaussichten von IVF und ICSI: Nach dem ersten Versuch einer IVF oder ISCI werden 25% aller Frauen schwanger. Je älter die Patientin, desto mehr Behandlungen werden meistens benötigt. Bei etwa 30 Prozent der Paare klappt es mit keiner Methode.

3. Zygote-Intrafallopian-Transfer (ZIFT)

Hier wird der im Reagenzglas gezeugte Embryo nicht in den Uterus, sondern in den Eileiter eingesetzt. Diese Methode soll sich vorteilhaft auf die Einnistung in der Gebärmutter auswirken, weil die befruchteten Eizellen den „natürlichen“ Weg zur Gebärmutter einschlagen.

4. Gameten-Intrafellopian-Transfer (GIFT)

Die Zusammenfügung von Eizellen und Samenzellen (auch Gameten genannt) erfolgt nicht im Reagenzglas, stattdessen werden Ei und Spermien über ein biegsames Kunststoffrohr (Katheder) durch die Scheide oder eine Bauchspiegelung in den Eileiter gebracht, wo es zu einer natürlichen Befruchtung kommen soll. Die Methode des GIFT ist nur für Frauen geeignet, deren Eileiter gesund sind.

5. MESE und TESE

Es kann vorkommen, dass sich im Ejakulat des Mannes keine Spermien befinden, obwohl diese im Hoden produziert werden (z.B. bei Samenleiterverschlüssen). Durch einen chirurgischen Eingriff werden die Spermien direkt aus den Nebenhoden (MESE) oder dem Hoden (TESE) entnommen. Dieser Eingriff muss nur einmal erfolgen, da die restlichen Spermien eingefroren werden.

Wer deckt die Kosten?

Die Krankenkassen übernehmen anteilig bis zu drei IVF-Behandlungen, allerdings nur bei Frauen unter 40 Jahren. Der Ehepartner darf nicht älter als 50 Jahre alt sein. Die anteilige Kostenübernahme der Krankenkasse liegt bei 50 Prozent. Das heißt, dass Sie als Versicherte die andere Hälfte von 50 Prozent der Kosten übernehmen müssen. Eine ISCI-Behandlung wird nur gezahlt, wenn der Mann nachgewiesen unfruchtbar ist und es ansonsten keine andere Möglichkeit für ihn gibt. In Deutschland sind Behandlungen sowie Kostenerstattung meist nur bei verheirateten Ehepaaren möglich.

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