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Kindersitze schneiden im TÜV-Test schlecht ab

TÜV und

Der Tüv Süd hat in Zusammenarbeit mit dem Magazin „Auto, Motor, Sport“ Autokindersitze getestet – das Ergebnis ist erschütternd.


50 Prozent der gängigsten Autokindersitze von Preisen bis zu 360 Euro haben mit „nicht empfehlenswert“ abgeschnitten. Dieses Testergebnis ist das schlechteste seit 18 Jahren.

Bei den Verlierern des Tests brachen Rückenlehnen durch oder lösten sich wichtige Befestigungen. Babyschalen wurden nicht getestet, da seit dem letzen Test nur eine neue Schale auf den Markt gekommen ist.

Alle zu testenden Sitze wurden im Handel erworden. Es wurden sechs Sitze der Kategorie I (für Kinder bis 3 Jahren) und vier Autositze der Kategorie II - III (für Kinder bis 36 kg) getestet.

Testergebnisse – vier Autokindersitze scheitern kläglich

In der Gruppe I scheiterte der „Chicco Key 1“ kläglich. Die Rückenlehne brach beim Aufprall, es muss sich um einen Konstruktionsfehler handeln. Ergebnis: „nicht empfehlenswert“. Beim „Recaro Polaric“ löste sich, nach einem komplizierten Einbau, ein Rastpunkt und der Sitz war somit nicht mehr sicher verankert. Auch hier ein „nicht empfehlenswert“. Auch der „Storchenmühle Twin One“ bekam ein schlechtes Urteil, da die auf den Hals wirkende Kraft viel zu hoch gewesen ist.

Auch in der Gruppe II - III versagte bei zwei Sitzen das System komplett: beim „Storchenmühle My Seat CL“ und beim „Concord Transformer“ brachen ebenfalls die Rückenlehnen durch. Dieser Konstruktionsfehler darf eigentlich auf keinen Fall vorkommen.

Nur vier Autokindersitze bekommen das Ergebnis „empfehlenswert“

Der „Maxi Cosi Tobi“ war der Lichtblick des Tests. Selbst der gebrauchte Sitz hielt trotz Gebrauchsspuren dem Aufprall gut stand. Ebenfalls „empfehlenswert“ in der Gruppe I war der „Besafe Izi Combi X2“. Einziges Manko: sehr komplizierter Einbau, daher ist er ungeeignet zum häufigen Wechseln. Bedingt empfehlenswert ist der günstige „Römer Eclipse“.

In der Gruppe II - III für Kinder bis 36 kg überzeugten die Sitze „Cybex Solution X-fix“ und „Kiddy Discovery pro“. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Einbau ist bei beiden Autokindersitzen kinderleicht.

Wie wurden die Autokindersitze getestet?

Seit 18 Jahren führen der Tüv Süd und das Magazin „Auto, Motor, Sport“ diesen harten, aber realitätsnahen Test durch, bei dem ein Frontalaufprall simuliert wird.
Getestet wird in einer VW Golf Rohkarosserie. Die Sitze werden alle getreu der Angaben der Bedienungsanleitung auf dem hinteren rechten Platz montiert. Die Testgeschwindigkeit beträgt 51 km / h.

Lassen Sie jetzt den Kindersitz aber nicht zu Hause. Denn jeder Kindersitz, auch einer der schlechtesten, ist beim Unfall immer noch besser als gar keiner.“ Mit diesem Appell ermutigt Bernd Ostmann von „Auto, Motor, Sport“ seine Leser.

Und er hat Recht. Immer mehr Kinder sterben bei Autounfällen. Aber nicht aufgrund schlechter Kindersitze, sondern weil die Kinder gar nicht angeschnallt werden oder in einem nicht altersgerechten Sitz transportiert werden.

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