Beikost Baby
Richtig Füttern - Allergien vorbeugen
Ob ein Baby an einer Allergie erkrankt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Erbanlagen spielen eine große Rolle, führen aber nicht zwangsläufig zu einer allergischen Reaktion. Dafür kann der zu frühe und häufige Kontakt mit Allergenen eine Allergie auslösen. Die ersten möglichen Allergene befinden sich in der Nahrung. Das sind meist Fremdeiweiße, zum Beispiel aus Kuhmilch oder Hühnereiern, die das Immunsystem des Babys überfordern.
Beikost fürs Baby - Wissenswertes:
Beikost Baby: Das Allergierisiko verringern
Um Allergien vorzubeugen, ist es ratsam, zu Beginn der Beikost einigen Regeln zu folgen. Neben den zehn Grundregeln für die Einführung von Beikost sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Anfangs wird der Brei mit Wasser angerührt, um eine eventuelle Kuhmilch-Unverträglichkeit zu erkennen. Verträgt das Kind den Brei gut, kann langsam eine kleine Menge an Kuhmilch (Vollmilch in Bioqualität mit 3,5 % Fettgehalt) zugeführt werden. Trotz möglicher Allergene sollten auch allergiegefährdete Babys im zweiten Lebenshalbjahr nicht komplett auf Kuhmilch verzichten, denn sie enthält wichtiges Kalzium.
- Wenn das Baby bereits eine Kuhmilchallergie hat, muss die Vollmilch im Brei durch Säuglingsnahrung ersetzt werden. Eine weitere Alternative ist, den Brei mit Muttermilch zuzubereiten.
- Hat das Baby eine Kuhmilchallergie, sollte als Fettzugabe Pflanzenöl statt Butter verwendet werden.
- Als erstes Getreide sind Reisflocken ideal, denn sie sind selten allergieauslösend. Später ist der Umstieg auf Hirseflocken ratsam.
Beikost Baby: Fertigprodukte – ja oder nein?
Der Vorteil von selbst zubereiteten Breien liegt darin, dass die Köchin immer weiß, welche Zutaten enthalten sind. Prinzipiell spricht jedoch nichts dagegen, auch allergiegefährdeten Babys Fertigbreie aus dem Gläschen zu geben, vorausgesetzt es werden einige Grundsätze beachtet:
- Die Zutatenliste auf den Gläschen besonders aufmerksam studieren und darauf achten, ob versteckte Zusatzstoffe wie Aromen und Gewürze enthalten sind
- Fertiggerichte mit Nudeln sind tabu, da diese oft Eier enthalten
- In fertigen Milchbreien ist oft Kuheiweiß versteckt, das sich hinter Begriffen wie Molke, Molkenpulver, Milcheiweiß, Laktose, Molkeneiweiß oder Casein verbirgt
- In Obstbreien ist oft Zucker enthalten. Vorsicht ist geboten bei Begriffen wie Glucose, Fructose, Maltose und Maltodextrin
- Zusätze wie Kakao, Schokolade und Nüsse sind hoch allergen, werden aber leider häufig Milchbreien zugesetzt
- Der Fettgehalt von Fertigbreien ist oft zu gering. Deshalb dem Brei einfach etwas Öl zufügen. Ideal sind 8-10 mg Fett in Gemüsebreien, 5 mg in Obst-Getreidemahlzeiten
- Zu meiden sind so genannte Baby-Lebensmittel wie Baby-Joghurts, Baby-Kekse oder Baby-Pudding, sie enthalten zu viele unnötige Zusatzstoffe, belasten den Stoffwechsel des Kindes und enthalten meistens zuviel Kuhmilch
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