Blutschwamm

Blutschwamm beim Baby

Blutschwamm
Ein Blutschwamm ist eine harmlose, rötliche und erhabene Gewebeveränderung bei Babys. Bis zu drei Prozent aller Neugeborenen und um die zehn Prozent aller Frühchen sind davon betroffen. Eine Behandlung ist meistens unnötig, da er sich oft von allein zurückbildet. Trotzdem sollte er regelmäßig vom Kinderarzt beobachtet werden.

Was ist ein Blutschwamm?

Die medizinische Bezeichnung eines Blutschwammes ist „Hämangiom“ und beschreibt eine gutartige Veränderung bzw. eine geschwulstartige Fehlbildung von Blutgefäßen. Ein Blutschwamm ist harmlos und bereitet dem Kind keine Schmerzen. Deshalb sollten Eltern auch nicht erschrecken, wenn der Kinderarzt in Zusammenhang mit dem Blutschwamm von einem Tumor spricht.

Wie entsteht ein Blutschwamm?

Ein Blutschwamm entsteht durch einen Defekt in der Gefäßbildung und ist nicht genetisch bedingt. Er tritt in 70 Prozent der Fälle in den ersten Lebenswochen auf, bei 30 Prozent der betroffenen Babys ist der Blutschwamm schon bei der Geburt erkennbar. Dabei sind Mädchen ca. fünfmal häufiger betroffen als Jungen. In vier von fünf Fällen tritt der Blutschwamm im Kopf- bzw. Halsbereich auf.

Woran ist ein Blutschwamm zu erkennen?

Blutschwamm ist nicht gleich Blutschwamm. In Größe, Form und Farbe können die Hautveränderungen von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein. Üblicherweise sind Blutschwämme auffällig dunkelrot oder bläulich rot und sehen aus wie ein Schwämmchen oder ein Kissen. Auch die Bezeichnung „erdbeerartig“ trifft ziemlich gut. Ein Blutschwamm ist in der Regel deutlich abgegrenzt von der gesunden Haut.

Wichtig: Bei Neugeborenen zeigt sich ein Blutschwamm oft erst in Form eines kleinen, dunkelroten Punktes. Deshalb wird er anfänglich auch häufig mit einem Muttermal verwechselt. Im Unterschied zum Muttermal wächst der Blutschwamm jedoch und verändert in den nächsten Monaten Form und Größe. Nach ein bis eineinhalb Jahren verschwindet der Blutschwamm meistens wieder von alleine.

Ist eine Behandlung nötig?

In 90 Prozent der Fälle bildet sich ein Blutschwamm ohne Behandlung zurück. Dennoch sollte der Blutschwamm immer genau beobachtet und regelmäßig im Rahmen der U-Untersuchungen vom Kinderarzt kontrolliert werden. Auch bei Veränderungen des Blutschwamms ist ein Besuch beim Kinderarzt sinnvoll. Es kann sein, dass nach dem Verschwinden des Blutschwamms an der betroffenen Stelle Flecken zurückbleiben.

Es besteht die Möglichkeit, den Blutschwamm ohne chirurgischen Eingriff zu entfernen. Dies geschieht mit Hilfe einer Lasertherapie oder Kältebehandlung. Ob dies bei einem Baby nötig oder sinnvoll ist, sollte immer der behandelnde Arzt entscheiden. Diese Therapien sind übrigens auch geeignet, um die Flecken zu entfernen, die nach der Rückbildung des Blutschwamms eventuell noch auf der Haut zu sehen sind.

Es gibt also keine allgemeine Empfehlung, ob ein Blutschwamm entfernt werden soll oder nicht. Dennoch rät Dr. Thomas Fendel, Kinder- und Jugendarzt in München, zu einer Behandlung in folgenden Fällen: „An besonders empfindlichen Körperstellen wie Auge, Nase, Mund oder im Genitalbereich sollten Eltern deren Wachstum genau beobachten und sie gegebenenfalls entfernen lassen. Auch im Gesicht sollten Blutschwämmchen frühzeitig behandelt werden, da Kinder später häufig darunter leiden.“

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