Schutzimpfungen

Diphtherie

Die Bakterien einer Diphtherie-Infektion bilden lebensgefährliche Gifte, die die Rachenschleimhaut und Organe wie Herz, Leber und Nieren schwer schädigen. Es gibt verschiedene Formen der Diphtherie. Am häufigsten bewirkt eine Diphtherie-Infektion eine tödliche Halsentzündung, die allerdings in Deutschland nur noch äußerst selten auftritt.

In osteuropäischen Ländern sind die Infektionszahlen innerhalb der letzten Jahre stark gestiegen. Die durch eine Diphtherie-Erkrankung entstandenen Schäden sind irreparabel.

Was empfiehlt die STIKO gegen Diphtherie?

Die STIKO empfiehlt vier Teilimpfungen:

  • Erste Teilimpfung: Am Ende des zweiten Lebensmonats
  • Zweite Teilimpfung: Am Ende des dritten Lebensmonats
  • Dritte Teilimpfung: Am Ende des vierten Lebensmonats
  • Vierte Teilimpfung: Am Ende des ersten Lebensjahres
  • Die Impfung sollte im Vorschulalter, dann im Alter von neun bis 17 Jahren und danach alle zehn Jahre aufgefrischt werden
Auch in diesem Fall erfolgt die Grundimmunsisierung mit einem sechsfach-Impfstoff, der gleichzeitig vor Tetanus, Polio, Keuchhusten, Hib und Hepatitis B schützt.

Was empfiehlt die Kinderärztin Dr. Michaela Glöckler?

Da in zivilisierten Ländern eine Diphtherieerkrankung vermutlich ebenso unwahrscheinlich ist wie eine Tetanuserkrankung, empfiehlt die Kinderärztin Dr. Michaela Glöckler ihren Patienten „in epidemiefreier Zeit bei den Kindern, deren Eltern die Diphterieimpfung wünschen, diese erst mit einem Jahr durchzuführen.“*

*Quelle: Goebel, W. /Glöckler, M.: "Kinder SprechStunde. Ein medizinisch-pädagogischer Ratgeber." 15. Aufl.Urachhaus: Stuttgart, 2005. S. 236.

Hebammenrat zu Diphtherie

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