Schutzimpfungen

Mumps

Mumps
Mumps (auch Ziegenpeter genannt) ist eine fieberhafte Viruserkrankung, die meist an den schmerzhaften Schwellungen der Ohrspeicheldrüsen erkannt wird – so kommt es zu den charakteristischen „Hamsterbacken“. Jungen bekommen dabei häufig eine Hodenentzündung, die sie in sehr seltenen Fällen unfruchtbar machen kann.

Mumps – alle Informationen im Überblick:

Symptome

Oft verlaufen Mumpserkrankungen unerkannt oder mit unterschiedlichen Symptomen. Meistens treten jedoch ungefähr zwei Wochen nach der Ansteckung grippeähnliche Anzeichen wie Fieber, Husten und Kopfschmerzen auf und es kommt zu den typischen entzündlichen Schwellungen an den Speicheldrüsen. Mumps verläuft meistens normal, so dass die Betroffenen nach maximal drei Wochen wieder gesund sind.

Komplikationen

Häufig kommt es nach einer Mumps-Infektion zu einer nicht-eitrigen meist folgenlos abheilende Hirnhautentzündung. Eine sehr seltene Mumps-Folge bei Kindern ist (meist einseitige) Taubheit oder Schwerhörigkeit. Bei erkrankten Jungen ab 15 Jahren entzünden sich häufig die Hoden oder Nebenhoden, was in seltenen Fällen zu ein- oder beidseitiger Unfruchtbarkeit der Hoden führen kann.

Ansteckung

Mumps-Viren werden in der Regel mittels Tröpfcheninfektion durch die Ausatemluft weitergegen.

Inkubationszeit

Die Dauer zwischen der Infizierung und dem Ausbruch der Erkrankung beträgt durchschnittlich 16-18 Tage. Ansteckend ist man bereits eine Woche bevor die Ohrspeicheldrüse anschwillt und bis zu neun Tage nach dem Abschwellen. Mumps ist jedoch auch dann ansteckend, wenn keine Symptome vorhanden sind.

Immunität

Eine Infektion mit dem Virus führt meist zu lebenslangem Schutz vor einer erneuten Erkrankung.

Mumps Impfung

Die STIKO (Ständige Impfkomission) empfiehlt eine zweimalige Impfung, beginnend zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Für gewöhnlich erfolgen beide Immunsierungen in einem Kombinationsimpfstoff, der Kinder zusätzlich vor Windpocken, Masern und Röteln bewahren soll.

Die Kinderärztin Dr. Michaela Glöckler (Anthroposophische Medizin) hält die allgemeine Impf-Empfehlung für verfehlt, da die Angaben der tatsächlichen Gefahren derzeit nicht gesichert und nicht klar einzugrenzen sind. Der Laie sollte dies für seine Impf-Entscheidung wissen, da die einfache Aussage ‚Der Mumps kann eine Hodenentzündung mit bleibender Unfruchtbarkeit verursachen’ das tatsächliche Risiko nicht zutreffend charakterisiert*.

*Goebel, W. /Glöckler, M., Kinder SprechStunde. Ein medizinisch-pädagogischer Ratgeber." 15. Aufl. Urachhaus: Stuttgart, 2005

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