Schutzimpfungen

Tetanus

Wundstarrkrampf
Tetanus, auch Wundstarrkampf genannt, ist eine gefährliche, bakterielle Erkrankung, bei der die Erreger (meist aus Erde oder Kot stammend) durch verletze Haut eindringen und ein Gift erzeugen, welches die Entspannung der Körpermuskulatur hemmt. Dies führt zu schmerzhaften, heftigen Verkrampfungen aller Muskeln. Unbehandelt endet Tetanus häufig mit dem Tod.

Tetanus – alle Informationen im Überblick:

Symptome

Die ersten Anzeichen sind grippeähnliche Symptome wie Schwindel, Kopfweh, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen. Schreitet die Erkrankung weiter fort, treten immer stärkere Muskelkrämpfe auf, die sich auf den gesamten Körper ausdehnen. Gefühl und Bewusstsein sind nicht beeinträchtigt, weshalb die Beschwerden besonders qualvoll sind. Unbehandelt führt Tetanus meist durch Aussetzen der Atmung zum Tod.

Komplikationen

Lebensbedrohlich wird Tetanus, wenn die Muskulatur des Kehlkopfes und die Atem- bzw. Zwerchfellmuskulatur von den Verkrampfungen betroffen ist. Heftige Krämpfe können auch zu Brüchen an der Wirbelsäule führen, da sie diese stark belasten.

Ansteckung

Tetanus wird durch die Infektion mit dem Bakterium Clostridium tetani verursacht, welches durch eine Hautverletzung in den Körper eindringen kann. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Inkubationszeit

Die Zeit zwischen einer Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung ist unterschiedlich, meist dauert sie von drei Tagen bis drei Wochen, in seltenen Fällen kann sie auch mehrere Monate betragen.

Immunität

Ein durchgemachter Wundstarrkrampf hinterlässt keinen Schutz vor einer erneuten Erkrankung.

Tetanus Impfung

Die STIKO (Ständige Impfkomission) empfiehlt mit der Grundimmunisierung anhand der ersten Teilimpfung am Ende des zweiten Lebensmonats zu beginnen, weitere Impfungen erfolgen in schnellen Abständen bis sie sich im Erwachsenenalter auf eine Auffrischung alle zehn Jahre einpendeln. Normalerweise erfolgt die Tetanus-Immunisierung mit der Sechsfachimpfung, mit der gleichzeitig vor Hepatitis B, Diphtherie, Polio, Keuchhusten und Hib geschützt werden soll.

Die Kinderärztin Dr. Michaela Glöckler (Anthroposophische Medizin) führt aus, dass das Risiko, in Mitteleuropa im ersten Lebensjahr an Tetanus zu erkranken, außerordentlich gering sei. Zudem stellt sie die Häufigkeit der empfohlenen Teilimpfungen in Frage. Sie rät, die Tetanusimpfung erst mit einem Jahr, beginnend mit der sechsten Vorsorgeuntersuchung, durchzuführen. Auch weil Kinder mit einem Jahr körperlich wesentlich stabiler seien als Neugeborene, bei denen zudem eventuelle Impfreaktionen viel schwerer zu erkennen sind*.

*Goebel, W. /Glöckler, M., Kinder SprechStunde. Ein medizinisch-pädagogischer Ratgeber." 15. Aufl. Urachhaus: Stuttgart, 2005

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Meinungen aus der Community
  • Impfen wirklich sinnvoll?
  • Da der letzte Strabg zum Thema impfen schon 2008 eröffnet wurde und ich auch ein paar Infos gesammelt habe, eröffne ich einen neuen Strang. Ich stehe bald ...
  • von der-streeck
    12.01.2011 19:31:34
  • alternativer Impfplan - Erfahrungen?
  • Hallo! Wir stehen gerade vor der schwierigen Entscheidung, ob, wogegen und wann wir unser Kind impfen lassen wollen... Leider gibt es nur sehr wenig ausgewog...
  • von ja.peters@gmx.de
    29.03.2007 01:02:00
  • Impfen?!
  • hallo unser liebes töchterchen soll jetzt zum impfen sag mein mann. Aber sie ist gerade erst 8 ½ monate alt. Der Arzt meinte sogar wir hätten sie schon mit d...
  • von tanga-kroll
    17.12.2007 18:34:14
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