Lebensmittelallergie

Nahrungsmittelallergien vorbeugen

Lebensmittelallergie
Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist eine allergische Reaktion auf Nahrungsmittel. Es wird dabei zwischen Allergie und Intoleranz unterschieden. Kuhmilch- und Glutenunverträglichkeiten sind dabei für Babys bei der Beikosteinführung am problematischsten. Häufig treten auch Allergien gegen Eier, Soja, Nüsse und Fisch auf.
Der Unterschied: Allergie vs. Intoleranz

Bei einer Nahrungsmittelintoleranz, wie der Laktose- oder Fruktoseintoleranz, toleriert der Körper oft kleinere Mengen des allergieauslösenden Stoffes, auf mehr reagiert er aber mit Blähungen, Bauchweh oder Durchfall.

Eine Nahrungsmittelallergie hingegen ist eine Abwehrreaktion des Immunsystems gegenüber dem Eiweiß bestimmter Nahrungsmittel. Bereits eine kleine Menge kann schon schwere Reaktionen auslösen. Wenn nach dem Essen der Mund brennt, Übelkeit, Blähungen, Durchfall und Nesselsucht auftreten, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Wenn zudem der Kreislauf betroffen ist oder Atemnot besteht, muss schnellstmöglich ein Krankenwagen gerufen werden.

In Deutschland leiden etwa vier Prozent aller Kinder an einer Lebensmittelallergie, die sich mit der Zeit verändern kann. Vor allem Hühnerei- und Kuhmilchallergien verschwinden nach einigen Jahren wieder. Erdnüsse besitzen hingegen so viele Allergene, dass sich eine Erdnussallergie so gut wie nie abschwächt.

Nahrungsmittelallergien behandeln

Der wichtigste Therapieschritt ist das Vermeiden des allergieauslösenden Stoffes. Für Eltern heißt es nun im Supermarkt gründlich die Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu lesen. Wenn es sich bei dem Allergieauslöser um ein Grundnahrungsmittel handelt, sollte zusammen mit einem Arzt ein Lebensmittelersatz gefunden werden, um eine Mangelernährung vorzubeugen.

Wann ist ein Notfallset wichtig?

Wenn schon mal eine starke Reaktion nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel aufgetreten ist, muss eine Notfallapotheke her. Die Sets enthalten Antihistaminikum, Kortison sowie Adrenalin und werden vom Arzt auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst.

Glutenunverträglichkeit

Sollte das Kind unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, verträgt es keine Getreidesorten die Gluten enthalten, wie beispielsweise Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel und Gerste. Deshalb greift man am besten zu glutenfreier Babynahrung aus Reis, Mais und Hirse. Eine weitere Form der Getreideunverträglichkeit ist die Zoliakie – allerdings handelt es sich hierbei um eine erbliche Stoffwechselstörung und keine Allergie. Um zu bestimmen, weshalb das Kind bestimmte Symptome zeigt, sollte auf jeden Fall ein Kinderarzt oder Allergologe aufgesucht werden.

Kuhmilchunverträglichkeit

Kuhmilchallergie ist für Kinder die wichtigste Quelle für Calcium und Vitamin-B12. Wird eine Kuhmilchallergie festgestellt, muss mit einem Arzt ein Lebensmittelersatz gefunden werden, um einen Mangel an Calcium und Vitamin-B-12 zu vermeiden. Außerdem müssen beim Einkaufen jetzt alle Inhaltsstoffe genau studiert werden, da Milcheiweiß auch in etlichen anderen Nahrungsmitteln enthalten ist. Viele Eltern machen bei einer Kuhmilchallergie gute Erfahrungen mit Ziegen- oder Stutenmilch, da diese in der Zusammensetzung der Muttermilch sehr ähnlich sind.

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Meinung aus den Foren:
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  • Hallo, ich gebe meinem Sohn jetzt seit ca. 2 Wochen Milchbrei. Das klappt auch ganz gut. Hatte jetzt erst den Brei von Milumil mit Banane und heute stand ich...
  • von HappySandra81
    09.09.2010 18:56:13
  • Glutenfrei?
  • Hallo Ihr! Ich selbst leide an einer Glutenunverträglichkeit und frage mich, ob ich das bei meinem Kind nicht vorbeugen kann indem ich garnicht erst mit Get...
  • von Benli
    01.04.2014 09:20:47
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