Stutenmilch Neurodermitis

Stutenmilch: Ein Erfahrungsbericht

Stillen ist das Beste für Babys. Doch manchmal kommt es vor, dass Babys Muttermilch nicht vertragen und darauf mit Unverträglichkeiten reagieren. Wenn dann noch eine Kuhmilchallergie hinzukommt, heißt es: Nach Alternativen suchen. Im folgenden Erfahrungsbericht schildert die Familie Kingma ihre positiven Erfahrungen.
Das Krankheitsbild

Familie Kingma: Unser mittlerweile knapp 3-jähriger Sohn Lukas hatte schon im 1. Lebensmonat starken Hautausschlag, der sich ab dem 3. Lebensmonat zu einer relativ schweren Neurodermitis entwickelte. Er hatte fast am gesamten Körper nässende und trockene Ekzeme, die stark juckten. Da er von mir gestillt wurde, bedeutete es, dass er die Muttermilch bzw. etwas in der Muttermilch nicht vertrug. Neben den Hauterscheinungen hatte er sehr häufigen und dünnen Stuhlgang. Die Beschwerden traten meist unabhängig von meiner Ernährung in Schüben auf.

Später wurde eine Milchunverträglichkeit festgestellt. Dies äußerte sich schon beim Trinken einer geringen Menge an Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch durch Quaddeln rund um den Mund und heftigem Augenjucken. Wir entschlossen uns, Lukas zunächst milchfrei zu ernähren und darauf zu achten, dass er alle nötigen Inhaltsstoffe über pflanzliche Nahrungsmittel erhielt. Durch die milchfreie Ernährung trat ein akuter Calciummangel auf. Lukas musste daraufhin im Krankenhaus mit Calcium-Infusionen behandelt werden.

Stetige Verbesserung der Haut

In der Klinik probierten wir daraufhin erstmals Stutenmilch aus, die Lukas äußerlich wie auch innerlich zu vertragen schien. Wieder zuhause bekamen wir von einer Bekannten, die auch ein Kind mit Neurodermitis hatte, einige Beutel Equilac (Stutenmilch) zum Ausprobieren. Ich begann mit Kleinstmengen im Brei, steigerte die Menge aber schnell auf 250ml (1 Packung) pro Tag, verteilt auf zwei Mahlzeiten. Diese Menge erhält er auch heute noch. Die kontinuierliche Stutenmilchernährung unterstützte eine stetige Verbesserung der Haut und des Hautbildes. Ausschläge und Ekzeme verursachen nur noch geringen Juckreiz.

Weniger Infekte dank Stutenmilch

Was uns zusätzlich auffiel war, dass er während dieses Zeitraums im Vergleich zu anderen Kindern relativ wenig Infekte hatte. Daraus ergab sich sogar, dass Kuhmilch ab dem 2. Lebensjahr in geringen Mengen vertragen wurde und Butter ohne Probleme. Aus fachlicher Sicht (Diätist und Agrarwissenschaftlerin) und als Eltern denken wir, dass die Stutenmilch bei der Entwicklung von Lukas' Immunsystem, durch den Aufbau einer gesunden Darmflora, unterstützend wirkt.

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