Fieber senken

Hausmittel gegen Fieber

Fieber senken, Fieber senken bei Kindern
Grundsätzlich gilt: Fieber ist ein wichtiger Heilungsprozess und eine wahre Wunderwaffe unseres Immunsystems. Fieber sollte daher zwar immer Ernst genommen und beobachtet, jedoch nicht gleich mit fiebersenkenden Maßnahmen oder Medikamenten unterdrückt werden. Fieber bedeutet, dass unser Körper seine Abwehrkräfte aktiviert und sich gegen eine Krankheit zur Wehr setzt.

Allgemeine Tipps

Die besten Mittel bei Fieber sind Ruhe und Schlaf. So verbraucht der Körper nicht unnötig Energie und Kraft und kann sich dadurch ganz auf das Gesundwerden konzentrieren.

Auch eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr ist enorm wichtig, da der Flüssigkeitsverlust, der durch das Fiebern und Schwitzen entsteht, ausgeglichen werden muss. Am besten eignen sich dafür Wasser und Tee, die dem Kind mindestens jede halbe Stunde angeboten werden müssen, da Kinder das Trinken selbst oft vergessen.

Hat das Kind jetzt keinen Appetit, und ist es über das Säuglingsalter hinaus, muss es nicht essen, wenn es nicht möchte. Ansonsten eignen sich leichte Speisen wie Brühe, gedünstetes Gemüse oder Joghurt, die dem Körper beim Verdauungsprozess nicht zu viel Energie abverlangen.

Hausmittel gegen Fieber bei Fieberanstieg

Beim Fieberanstieg, wenn der Kopf zwar bereits glüht, der Rest des Körpers jedoch noch kühl ist, heißt es: warm anziehen! Kommt es sogar zu Schüttelfrost hilft es, das Kind zusätzlich in eine Decke zu packen. Dadurch wird der Wärmehaushalt unterstützt und der Körper aufgewärmt. Auch eine Wärmflasche, sowie warmer Tee – wie beispielsweise Lindenblütentee, der eine schweißtreibende und Fieber fördernde Wirkung hat – helfen dem Körper sich aufzuheizen.

Hausmittel gegen Fieber bei Fieberstau

Beim Fieberstau ist der ganze Körper heiß und das Kind schwitzt stark. Es sollte jetzt nicht zu warme, sondern eher luftige Kleidung tragen. Bei Fieberstau eignen sich grundsätzlich kühle, jedoch nicht kalte Getränke, die den Körper nicht zusätzlich von innen aufheizen.

Hausmittel gegen Fieber bei Fieberabfall

Bei Fieberabfall ist das Gröbste überstanden. Jedoch ist das Kind meist erschöpft und schwitzt weiterhin. Jetzt tut es gut, den Körper mit einem kühlen Waschlappen abzuwaschen. So eine Ganzkörperwaschung erfrischt und wirkt belebend. Wenn das Kind dabei nicht abgetrocknet wird, wirkt das ebenfalls fiebersenkend.

babyclub.de Team-Tipp: Frische Luft wirkt wahre Wunder! Deshalb sollten die Räumlichkeiten, in denen sich das fiebernde Kind aufhält, regelmäßig gelüftet werden. Wenn sich das Kind nicht zu schwach fühlt, kann man außerdem mit ihm an die frische Luft gehen. Man muss nur darauf achten, dass es nicht friert oder sich überanstrengt.

Wann und wie Fieber senken?

Fiebersenkende Maßnahmen sind dann anzuwenden, wenn:

  • das Fieber sehr hoch ist. Hierbei gilt als Faustregel: bei kleinen Kindern ab 39,5 Grad, bei Schulkindern ab 40,5 Grad
  • das Fieber sehr schnell ansteigt
  • das Kind zu Fieberkrämpfen neigt
  • sich das Kind allgemein sehr schlecht fühlt, unruhig ist und unter starken Kopf- und Gliederschmerzen leidet
  • das Kind phantasiert und Kreislaufstörungen hat
Um die Temperatur zu senken können Pulswickel, Wadenwickel oder eine kühlende Zitronen-Fußsohlenauflage angelegt werden. Jedoch sind Wickel für kleine Babys noch nicht geeignet und nur bei Kindern ab drei Jahren anzuwenden, die bereits eine gewisse Zeit ruhig sitzen oder liegen können. Bei Kindern unter drei Jahren eignen sich vor allem – nach Absprache mit dem Arzt – Fieberzäpfchen.

Wann zum Arzt?

Es ist nicht immer zwingend notwendig, mit einer erhöhten Temperatur oder Fieber einen Arzt aufzusuchen. Dringend notwendig ist ein Arztbesuch jedoch, wenn:

  • es sich um ein kleines Baby von bis zu sechs Monaten handelt, dessen Körpertemperatur mindestens 38 Grad und mehr beträgt
  • sich der Allgemeinzustand verschlechtert
  • das Fieber über mehrere Tage andauert
  • Kopfschmerzen, Benommenheit oder ein steifer Nacken dazukommen
  • sich das Kind übergibt oder Durchfall hat
  • das Kind über Bauchschmerzen klagt und der Unterschied zwischen der Temperatur im Darm und unter der Achsel über ein halbes Grad beträgt
  • das Kind einen Fieberkrampf hat
  • das Kind nicht trinken möchte
  • fiebersenkende Maßnahmen keine Wirkung zeigen

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