Hausapotheke Baby

Die Baby-Hausapotheke

Hausapotheke Baby
Eine gut ausgestattete Hausapotheke hilft Eltern dabei, schnell auf die vielen kleinen und hoffentlich wenigen größeren Wehwehchen und Erkrankungen zu reagieren, die ein Kind sich im Laufe seiner ersten Lebensjahre zuziehen kann. Aber welche Medikamente und Hilfsmittel gehören überhaupt in eine Baby-Hausapotheke?

Kaum geboren plagen den Nachwuchs häufig Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Probleme mit den Augen. Und schon ein paar Monate später erforscht er seine Welt bereits mit allen Sinnen – schnell kommt es da zu ersten Schrammen und Verletzungen. Auch Infekte wie Husten oder Schmerzen beim Zahnen sind häufige Begleiter im ersten Lebensjahr. Medikamente für Erwachsene sind jedoch für Kinder tabu. In eine Hausapotheke gehören daher nur Arzneimittel, die explizit für die Kleinen geeignet sind und idealerweise auch vom Kinderarzt empfohlen wurden. Die gesamte Hausapotheke sollte kühl, trocken und kindersicher an einem festgelegten Ort aufbewahrt werden, damit sie im Notfall schnell zu finden ist.

Verbandszeug, Pflaster & Co

Folgende Hilfsmittel gehören in die Hausapotheke:

  • digitales Fieberthermometer mit flexibler Spitze
  • Pinzette für Splitter und Stacheln
  • nicht brennendes Desinfektionsmittel zum Säubern von Wunden
  • Zeckenzange
  • Pflaster in verschiedenen Größen (auch wasserfest) und Pflasterrolle
  • Wärmflasche (für Babys sollte das Wasser nur maximal 40 Grad heiß sein und die Wärmflasche sollte mit einem Tuch umwickelt werden, um die empfindliche Haut zu schützen). Alternativ hilft auch ein Kirschkernsäckchen
  • Einmalhandschuhe, um Wunden steril zu versorgen
  • Kühlkissen für Beulen und stumpfe Verletzungen (im Kühlfach aufbewahren)
  • Verbandsmaterial: sterile Wundschnellverbände in verschiedenen Größen, Kompressen, Verbandspäckchen, Brandwundauflage, Mullbinden und Verband mit Bindeklammern, Dreieckstuch und Verbandsschere
  • Taschenlampe (um dem Kind bei Halsschmerzen in den Hals schauen zu können)
  • Pipette (beispielsweise für die Dosierung und Verabreichung von Medikamenten)

Die wichtigsten Arzneimittel

Gerade für Babys sind Naturarzneimittel beispielsweise aus dem Bereich der Anthroposophischen Medizin oder Homöopathie eine gute Hilfe, um den kleinen Organismus sanft und natürlich zu unterstützen. Je nach Erkrankung können Eltern auch Hausmittel wie Wickel einsetzen. Für folgende Beschwerden sollte die Hausapotheke gerüstet sein:

  • Bauschschmerzen und Blähungen: Zäpfchen mit Kümmel, Öl zur sanften Bauchmassage, Kirschkernkissen
  • Erkältungskrankheiten wie Husten und Schnupfen: Globuli für die ersten Erkältungsanzeichen, zum Beispiel Infludoron® Streukügelchen, Meersalztropfen gegen eine verstopfte Nase und trockene Nasenschleimhäute, abschwellende Nasentropfen für Säuglinge für den kurzzeitigen Gebrauch bei Ohrenschmerzen, da in dem Fall eine gute Belüftung des Ohres wichtig ist, bei Husten beispielsweise Thymianöl, welches mit einer Duftlampe im Raum verbreitet wird
  • Fieber: fieberfiebersenkende und schmerzlindernde Zäpfchen, zum Beispiel Weleda Fieber- und Zahnungszäpfchen oder Nurofen Kindersaft für Fieber bei Kindern
  • Gereiztes, verklebtes Auge und Bindehautentzündung: Augentropfen wie Euphrasia D3 oder Calendula D4
  • Schürfwunden und kleine Verletzungen: Wund- und Heilsalbe mit Calendula
  • Sonnenbrand, Insektenstiche, leichte Verbrennungen: kühlende und regenerierende Salbe wie beispielsweise Combudoron Gel®
  • Verstauchung und Prellung: Salbe mit Arnika
  • Zahnungsbeschwerden: homöopathische Globuli wie beispielsweise Osanit-Streukügelchen oder beruhigende Fieber- und Zahnungszäpfchen
Kommt es in den ersten Lebensmonaten des Babys zu stärkerem Durchfall, sollten Eltern zum Arzt, da die Gefahr besteht, dass das Kleine zu schnell zu viel Flüssigkeit verliert. Spucken ist bei Säuglingen meistens kein Grund zur Besorgnis, außer, es tritt heftiger auf als sonst. Der Kinderarzt gibt Auskunft, ab welchem Alter des Babys die Hausapotheke entsprechend aufgerüstet werden kann.

babyclub.de Team-Tipp: Bei älteren Babys und Kleinkindern können auch Tees wohltuend wirken. Gegen Blähungen beispielsweise hilft Anis-Fenchel-Kümmeltee, bei Verdauungsbeschwerden Fencheltee. Kamillentee lindert Magenschmerzen. Bei grippalen Infekten und bei einer Erkältung kann leichter Ingwertee oder Salbeitee zur Genesung beitragen.

Diese Informationen dienen als Orientierungshilfe und ersetzen nicht die Beratung durch den Arzt oder Apotheker.

Telefonnummern für den Notfall

  • Rettungsdienst / Notruf: 112
  • Kinderarzt
  • Krankenhaus bzw. Kinderklinik
babyclub.de Team-Tipp: Besucht einen Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kinder. Dort erfahrt ihr auch, wie ihr Unfällen vorbeugen könnt, was man bei einem Fieberkrampf macht oder bei Pseudokrupp. Kindernotfallkurse werden beispielsweise von der Johanniter Unfallhilfe e.V., dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) oder dem deutschen Roten Kreuz (DRK) angeboten.

Gut zu wissen: wann zum Arzt?

  • Wenn zu den Symptomen einer ursprünglich eher harmlosen Erkrankung weitere hinzukommen wie starker Durchfall, blutiger Stuhl, Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost
  • bei starken Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot, hohem Fieber
  • bei länger anhaltendem Durchfall und Erbrechen
  • wenn das Baby kaum noch oder gar nicht mehr trinkt
  • bei stärkeren Verletzungen, Verbrennungen und Verletzungen am Kopf
  • bei Insektenstichen im Mund- und Rachenraum sowie am Auge
  • wenn schwere Grunderkrankungen vorliegen
  • bei Bewusstlosigkeit
  • bei Krampfanfällen
  • bei sehr fahler Hautfarbe und Teilnahmslosigkeit
  • bei Nackensteifigkeit und heftigen Kopfschmerzen (Verdacht auf Hirnhautentzündung)
  • wenn das Kind Haushaltsmittel, giftige Pflanzen oder versehentlich das Medikament eines Erwachsenen geschluckt hat. Erstmaßnahme: sofort die Giftnotrufzentrale anrufen und deren Anweisungen folgen
Diese Informationen dienen als Orientierungshilfe und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer unsicher ist und sich Sorgen macht oder die Krankheitszeichen nicht deuten kann, meldet sich lieber einmal zu viel als einmal zu wenig beim Kinderarzt.

Wohin mit alten Arzneimitteln?

Laut Bundesministerium für Gesundheit darf man Altmedikamente im Hausmüll entsorgen, keinesfalls jedoch über die Toilette oder das Waschbecken, da dies den Wasserkreislauf belasten würde. Auch auf das Ausspülen von Glasbehältern, in denen sich Arzneimittelreste befinden, sollte man daher verzichten. Es gibt jedoch Arzneimittel, bei denen spezielle Hinweise zur Entsorgung beachtet werden müssen – diese Infos stehen in der Packungsbeilage. Einige Apotheken bieten eine freiwillige Rücknahme von Altarzneimitteln an, verpflichtet sind sie dazu aber nicht. Auch manche Städte und Gemeinden haben Möglichkeiten zur Entsorgung geschaffen.

babyclub.de Team-Tipp: Zweimal im Jahr prüfen, ob die Arzneimittel und Hilfsmittel wie Verbände noch haltbar sind. Bei Anbruch eines Medikaments immer das Öffnungsdatum auf der Verpackung notieren.

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