Kindersprechstunde - Dr. med. Michaela Glöckler

Keuchhusten Symptome

Keuchhusten Therapie
Keuchhusten mit seinen schweren Hustenattacken wirft häufig viele Fragen auf. Woran erkennt man Keuchhusten? Wie lange ist die Inkubationszeit? Wie findet die Übertragung statt? Welche Medikamente und welche Therapien gibt es?
Keuchhusten vorbeugen

Um Keuchhusten vorzubeugen, kann man das Kind durch vier Impfungen in den ersten 14 Lebensmonaten immunisieren lassen. Die Infektion mit Keuchhusten erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion über die Luft, die von Erkrankten ausgehustet oder ausgeatmet wird.

Erwachsene, die einen Husten oder einen Infekt ausbrüten, sollten das Zimmer des Babys meiden. Sind die Eltern selbst betroffen, ist ein Mundschutz hilfreich.

Bei Keuchhusten im Kindergarten oder in der Nachbarschaft sollten Mütter mit Säuglingen, deren Geschwister noch keinen Keuchhusten hatten, gewarnt werden. Der Haus- oder Kinderarzt kann dann die nötigen Schritte einleiten. Bei frisch angesteckten Säuglingen kann er die Ansteckung durch die Verabreichung eines spezifisch wirksamen Antibiotikums abfangen.

Keuchhusten Symptome

Die Inkubationszeit liegt zwischen 7 und 14 Tagen. Mit dem Keuchhusten kommen Schnupfen, Fieber (erhöhte Temperatur über 1 bis 2 Wochen hinweg) und starke Hustenanfälle.

Die Anfälle bahnen sich meistens nachts in ein- bis halbstündlichen Abständen an und werden durch zähen Schleim ausgelöst, der sich langsam in den Bronchien ansammelt. Dieser wird durch kräftige und harte Hustenstöße abgelöst und ausgehustet.

Je jünger die Kleinen sind, umso höher ist die Empfänglichkeit für Keuchhusten. Nach der Erkrankung besteht eine höhere Immunität - allerdings ist eine Zweiterkrankungen nicht auszuschließen.

Homöopathie oder chemische Medizin?

Wird das Kind nicht mit Antibiotika behandelt, soll man das Kleine während der bis zu sechs Wochen anhaltenden Ansteckungsphase von nicht geschützten Erwachsenen und Kindern fern halten.

Chemische Beruhigungs- und hustenstillende Mittel lässt den Husten seltener und kraftloser werden. Der Schleim kann aber leichter in der Lunge bleiben und es kann zu einer Lungenentzündung und Sauerstoffmangel führen.
Homöopathische oder anthroposophische Behandlungen erscheinen demgegenüber rationeller und ungefährlicher.

Die Gabe von Antibiotika ist bei geschwächten Kindern während einer zusätzlichen Lungenentzündung oder zur Verhütung der Ansteckung eines Säuglings sinnvoll. Auf den Verlauf der Keuchhustenkrankheit selbst hat es nur bei frühem Einsatz Einfluss.

Linderung der nächtlichen Anfälle verschafft unter Umständen ein gut warmes Bad abends mit anschließend kurzem feuchtkühlen Hals- oder Brustwickel (nicht über die Wirbelsäule!).

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