Kindersprechstunde - Dr. med. Michaela Glöckler

Verbrennungen und Verbrühungen

Verbrennungen | Verbrühungen
Eine heiße Herdplatte, ein offenes Feuer, Sonne oder kochendes Wasser: Verbrennungen und Verbrühungen sind für zarte Kinderhaut besonders gefährlich. Wir informieren, welche Verbrennungsgrade es gibt, wie sich Verbrennungen von Verbrühungen unterscheiden und was in akuten Fällen zu tun ist.

Verbrennungen:

Verbrennungen sind Hautschäden, die durch trockene Hitze entstehen. Auslöser können extreme Sonneneinstrahlung, eine heiße Herdplatte, ein Föhn, ein Stromunfall oder ein Blitzschlag sein.

Die Verletzung der Haut wird bei Verbrennungen in 3 Schweregrade eingeteilt:

Verbrennungen 1. Grades äußern sich durch Rötungen und Schmerzen an den Hautstellen, die der Hitze ausgesetzt waren.

Verbrennungen 2. Grades liegen vor, wenn sich zusätzlich zur Rötung und den Schmerzen im geschädigten Hautbereich Blasen bilden. Es entstehen dabei perlmuttweiße, nässende Wundflächen im Bereich der Blasen. Kinderhaut ist dünner und sensibler als die Haut von Erwachsenen. Der Kontakt mit heißem Wasser von 60°C führt bereits innerhalb von 3 Sekunden zu Verbrühungen 2.Grades. Eine Tasse Tee, die bereits fünf bis zehn Minuten abgekühlt hat, weist noch immer diese Temperatur auf. Der Inhalt einer Tasse kann bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen.

Bei Verbrennungen 3. Grades ist die geschädigte Haut durch die Hitzeeinwirkung abgestorben, das tote Gewebe ist weiß- bis graufleckig und schmerzt nicht mehr, wenn es berührt wird. Dagegen sind die Randbezirke der abgestorbenen Hautgebiete umso schmerzhafter. Bei Verbrennungen 3. Grades besteht immer eine erhöhte Infektions- und Schockgefahr. Das Kind darf in dieser Situation niemals selbst getragen werden, sondern muss per Krankenwagen transportiert werden.

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