Spuckkinder

Hilfe für Spuckkinder

Zunächst ist es wichtig zu überprüfen, ob das Kind beim Trinken zuviel Luft verschluckt. Stillmütter sollten deshalb darauf achten, dass das Baby richtig angelegt wird. Es ist zudem ratsam, die Brust vor dem Anlegen etwas auszustreichen, damit nicht zuviel Milch auf einmal kommt. Gerade bei hastig trinkenden Kindern ist eine ruhige, entspannte Stillatmosphäre entscheidend.

Mütter, die stillen, sollten auf Kaffee, Alkohol, fettes Essen und stark kohlensäurehaltige Getränke sowie auf Nikotin verzichten. Frauen, die Medikamente wie Andrenergika, Anticholinergika, Xanthine oder Kalziumantagonisten einnehmen, sollten mit ihrem Arzt sprechen, denn diese Medikamente können die Refluxkrankheit auslösen.

Fläschchennahrung für Spuckkinder

Wenn Babys die Flasche bekommen, müssen Mütter darauf achten, dass das Loch im Sauger die richtige Größe hat. Außerdem darf das Fläschchen nicht zu stark geschüttelt werden, sonst bilden sich Luftbläschen in der Milch. Bei Flaschenkindern wird häufig empfohlen, die Nahrung anzudicken, z.B. mit Johannisbrotkernmehl. Dies kann zwar das Spucken vermindern, jedoch liegen bisher keine Untersuchungen zur Auswirkung der Andickung auf mögliche Allergien vor. Deshalb sollte ein Andicken von Säuglingsnahrung erst nach Anraten des Arztes erfolgen. Das Kind sollte nach jeder Mahlzeit ein Bäuerchen machen.

Spuckkinder - Kinderwagen oder Wiege?

Vielen Kindern tut es gut, wenn sie direkt nach dem Trinken in dieser leicht erhöhten Position liegen. Hierfür eignet sich ein Keilkissen, das unter das Oberteil der Matratze geschoben wird. Bitte kein Kissen unter den Kopf des Babys legen! Dies könnte den plötzlichen Kindstod begünstigen. Vielen Säuglingen hilft es auch, wenn sie nach dem Essen zum Schlafen auf die rechte Seite gelegt werden. In dieser Position tritt das Spucken seltener auf.

Neuere Forschungen haben herausgefunden, dass Spuckkinder manchmal unter dem so genannten KISS-Syndrom leiden, der „Kopfgelenks-Induzierten Symmetrie Störung“. Darunter versteht man eine geburts- oder schwangerschaftsbedingte Verschiebung des Halswirbels beim Baby. Diese Blockade kann durch Krankengymnastik oder den Besuch bei einem Osteopathen aufgelöst werden. Weitere Infos zum Kiss-Syndrom gibt es unter www.kiss-info.de.

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    09.02.2009
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