Süsses, Schnuller, Daumen & Co.
Was schadet Babys Zähnen?
Wer von Anfang an etwas für Babys Zähne tun will, sollte neben der richtigen Pflege auch auf die Ernährung achten. Den ersten Zähnchen schadet besonders das Dauernuckeln an der Flasche. Wenn diese dann auch noch zuckerhaltige Flüssigkeit enthält, ist es umso schädlicher. Aber selbst Wasser schadet, da das ständige Umspülen der Zähne den Zahnschmelz aufweicht. Auch säurehaltige Fruchtsäfte sollten nicht ständig Kontakt mit den Zähnen haben. Aufpassen muss man besonders bei verstecktem Zucker wie beispielsweise in Instant-Baby- und Kindertees. Auch vermeintlich „gesunde“ Lebensmittel wie Joghurt, Müsliriegel, Cornflakes, Zwieback und Trockenobst enthalten Zucker. Sogar in Hustensaft, sauren Gurken und Ketchup kommt Zucker in nicht unerheblichen Mengen vor.
Wichtig: Nicht nur der weiße Haushaltszucker greift die Zähne an, auch Glukosesirup, Honig, Fruktose, brauner Zucker, Apfel- und Birnendicksaft sowie Ahornsirup sind schädlich. Was die wenigsten Eltern wissen: Knabbersachen, die sich vor allem aus gekochter Stärke zusammensetzen, gefährden ebenso wie Süßes!
Süßes für Naschkatzen
Natürlich verlangen Kinder nach Süßigkeiten und das ist durchaus legitim. Ein striktes Verbot der kleinen „Sünden“ ist weder eine Lösung, noch unbedingt notwendig. Vielmehr sollten Sie beim Naschen Ihrer Kinder auf ein paar Dinge achten:
Wenn möglich, sollte direkt nach den Mahlzeiten eine Kleinigkeit genascht werden. Dann können die Zähne hinterher geputzt werden. Über den Tag verteiltes, ständiges Lutschen und Kauen von Süßem hat eine stärkere Karieswirkung. Auch klebrige Süßigkeiten schaden den Zähnen mehr als andere. Daher immer hinterher zur Zahncreme und Bürste greifen.
Eine Alternative sind zuckerfreie Naschsachen. Man erkennt Sie an dem Zahnmännchen-Zeichen. Diese Süßigkeiten enthalten Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit und Isomalt, die die Zähne nicht angreifen. Wenn man unterwegs ist, empfiehlt sich, zwischendurch ein zuckerfreies Kaugummi zu kauen. Es kann die schädlichen Säuren im Mund neutralisieren, ersetzt jedoch nicht das Zähneputzen!
Schnuller, Daumen & Co.
Natürlich interessiert viele Eltern, welche Folgen das Daumennuckeln oder der Schnuller für das spätere Gebiss haben. Allgemein lässt sich feststellen, dass permanentes Daumenlutschen zu einer Kieferdeformierung führen kann. Dieser sogenannte „Lutschkiefer“ bildet sich jedoch wieder von selbst zurück, wenn das Kind die bleibenden Zähne bekommt.
Auch Schnuller können solche Deformierungen verursachen. Daher muss man vor allem darauf achten, dass der Schnuller nur dann benutzt wird, wenn er das Saugbedürfnis stillt. Allein zur Selbstbeschäftigung oder als Nahrungsvorbote sollte er nicht eingesetzt werden. Die Schnullerform sollte zudem immer dem Alter angepasst sein.
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