Buggy

Zeit für meinen ersten Buggy

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Mit etwa sieben Monaten können die meisten Babys selbständig und aufrecht sitzen. Ab diesem Zeitpunkt muss das Kind nicht mehr liegend transportiert werden, sondern kann in einen Buggy gesetzt werden. Dadurch nimmt es die Umwelt nun ganz neu wahr. Eine spannende Erfahrung für das neugierige Baby!

Ein Buggy ist ein Kinderwagen, der vom Gewicht her relativ leicht ist und sich platzsparend zusammenklappen lässt. Buggys eignen sich also dann besonders gut, wenn der Kinderwagen häufig transportiert werden muss. Außerdem sind sie in der Regel billiger als Sportwägen, die zwar Ähnlichkeiten aufweisen, aber größer, robuster und schwerer sind. Buggys haben einen aufrechten Sitz, der meist zusätzlich um etwa 150 Grad umgeklappt werden kann und älteren Kindern die Möglichkeit für ein kurzes Nickerchen bietet. Das Kind sitzt in einem Buggy abgewandt von den Eltern und kann so die Umgebung beobachten.

Steht der Kauf eines Buggys an, müssen sich die Eltern des Sprösslings erst einmal im Dschungel der „Buggy-Begriffe“ zurechtfinden. Da gibt es die Möglichkeit zwischen einem klassischen Buggy, einem Jogger oder einem Shopper zu wählen. Im Prinzip weisen Shopper und Jogger alle Eigenschaften eines Buggys auf – der Unterschied liegt darin, dass Shopper eher für Stadttouren geeignet sind, während Jogger sich für die Fahrt im holprigen Gelände anbieten.

Für welchen Zweck soll der Buggy eingesetzt werden?

Vor dem Kauf eines Buggys müssen Eltern sich bewusst machen, wo und für was sie diesen einsetzen möchten. Am besten beantworten sie für sich die hier aufgeführten Fragen und stellen zudem eine Liste mit Eigenschaften auf, die ihr Buggy haben soll:

  • Soll der Buggy zusätzlich zum Kinderwagen eingesetzt werden oder ihn vollständig ersetzen?
  • Soll es ein vierrädriger Shopper oder Buggy werden, der sich vor allem in der Stadt gut eignet? Ein Shopper bietet mehr Stauraum als ein Buggy, ist aber auch schwerer
  • Oder sucht ihr etwas für das freie Gelände, weil Wald-Wanderungen und sportliche Aktivitäten bei euch auf der Tagesordnung stehen? Dann eignet sich ein dreirädriger Jogger besonders

Was ist beim Kauf zu beachten?

  • Vorsicht vor eventuellen Schadstoffen in Plastik- und Textilteilen wie Polstern. Ökotest und Stiftung Warentest informieren hierüber
  • TÜV-Plakette bzw. GS-Siegel garantieren, dass der Buggy frei von Sicherheitsmängeln ist
  • Kippsicherheit: Breite Räder sowie eine harte Federung erhöhen die Standfestigkeit und erleichtern das Schieben
  • ein Gurt ist Pflicht, damit das Kind nicht herausfallen oder herausklettern kann. Bereits ein 3-Punkte-Gurt erfüllt die Bedingungen der Prüfnorm
  • leicht auszuführender Klappmechanismus, damit der Buggy schnell und einfach zusammen und wieder auseinander geklappt werden kann
  • die Höhe des Sitzes sollte 50 cm betragen, damit das Kind seinen Kopf noch anlehnen kann
  • das Kind muss bequem sitzen können. Dazu sollte die Sitzfläche bis zu 35 cm breit und 21 cm tief sein
  • damit Eltern rückenschonend schieben können, muss die Schieberhöhe verstellbar sein
  • um die Beinchen des Kindes zu schonen, sollte die Fußstütze in ihrer Höhe verstellt werden und mitwachsen können
  • Reflektoren, damit der Buggy auch im Dunkeln und der Dämmerung sichtbar ist
  • Umklappbare Rückenlehne für ein spontanes Mittagsschläfchen
In vielen Buggy-Modellen kann das Baby auch liegen, da sich der Sitz umlegen lässt. Die Hersteller werben damit, dass sich solche Buggys bereits ab der Geburt eignen. Stiftung Warentest und Ökotest raten jedoch davon ab, weil sich kein Buggy-Sitz komplett gerade machen lässt. Eine ebene Liegefläche ist für die Wirbelsäule des Babys jedoch zwingend notwendig, damit sie gerade aufliegt und die Kleinen in unterschiedlichen Positionen schlafen können.

Zubehör für Buggys:

  • Buggy Board: Das Buggy Board lässt sich direkt an den Rädern unter dem Schieber montieren. Ältere Geschwister können sich darauf stellen und mitfahren, wenn sie zu müde zum Laufen sind. Das Kind sollte dafür aber bereits sicher stehen und gehen können. Je nach Gewicht und Größe des Kindes ist das Buggy Board bis zu einem Alter von drei bis vier Jahren einsetzbar
  • Wer bereits ein Buggy Board besitzt, kann sich einen Sitz besorgen, der darauf montiert wird. So muss das Kind auf dem Board nicht stehen, sondern kann sich wie auf einen Fahrradsitz hinsetzen
  • Fußsack: Damit Babys Füße im Winter kuschlig warm bleiben, gibt es einen Fußsack speziell für Buggys. Dieser schützt besonders Stellen, die durch einen Schneeanzug nicht ausreichend gewärmt werden, zum Beispiel die Fußgelenke

babyclub.de Team-Tipp

Das Baby soll möglichst lange mit Blick zu den Eltern geschoben werden, damit es jederzeit Kontakt aufnehmen kann und mit seinen Sinneseindrücken von der Umwelt nicht allein ist. Da das Kind in einem Buggy jedoch nur mit Blick nach vorne sitzen kann, sollten sich die Eltern überlegen, ob sie sich für die erste Zeit einen Sportwagen zulegen. Bei vielen Modellen dieser Art kann der Sitz gedreht werden und das Kind somit in beide Richtungen geschoben werden.

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