Fremdeln | Fremdeln Baby

Fremdeln - Baby was ist los?

Bis vor kurzem war alles noch normal. Das Baby lächelte jeden an, lies sich beliebig von jedermann auf den Arm nehmen und schien jeden Menschen in sein Herz zu schließen. Plötzlich ist alles anders, als ob einer das Baby ausgetauscht hätte. Es wirkt ängstlich und zurückhaltend, möchte nur noch bei Mama und Papa auf dem Arm bleiben und sucht ständig deren Nähe.

Was ist passiert? Wovor fürchtet sich das Baby so plötzlich?
Das Baby hat begonnen zu fremdeln, was ein völlig normaler Entwicklungsschritt ist. Es weiß jetzt ganz genau, wer seine Eltern sind und sucht deshalb ausschließlich ihre Nähe. Selbst Oma und Opa, Freunde und andere Familienmitglieder blickt das Kind entgeistert an. Wird es schließlich von den „fremden“ Personen angesprochen, ist das Drama perfekt: Das Kind beginnt lauthals zu Schreien und klammert sich schutzsuchend an die Mama.

Wann geht das Fremdeln los?

Häufig wird dieses Phänomen auch als „Acht-Monats-Angst“ bezeichnet, da das Baby genau zu diesem Zeitpunkt zu fremdeln beginnt. Natürlich gibt es auch hierfür keine Pauschalisierung: Das eine Kind fremdelt ab dem fünften Monat, das andere erst oder immer noch im zehnten Lebensmonat – je nachdem, wann es gelernt bzw. realisiert hat zwischen vertrauten und weniger vertrauten Personen zu unterscheiden.

Dieser Prozess ist ein wichtiger sozialer und geistiger Entwicklungsschritt. Da dem Baby die Nähe zu seinen Eltern bewusster wird und es die feste Bindung an seine eigene Familie erkannt hat, reagiert es auf weniger vertraute Mitmenschen mit Enttäuschung und Angst.

Wie lange dauert das Fremdeln?

Auch bezüglich der Dauer des Fremdelns lässt sich kein fester Zeitraum angeben. Manche beenden diese Phase bereits nach einer Woche, andere erst nach Monaten. Entscheidend ist: Je sicherer es sich in den Phasen der Angst und des Schutz-Suchens bei seinen Eltern fühlt, desto leichter fällt es ihm später, sich ein Stück von ihnen zu lösen. Denn Kinder, die sich zuhause wohl und geborgen fühlen, entwachsen ihren Ängsten von selbst.

Wie äußert sich Babys fremdeln?

Die einen quengeln ständig, bei anderen artet jede Kontaktaufnahme zu weiteren Menschen in Geschrei aus. Auch Schlafstörungen, Unruhe und Angstreaktionen können weitere Anzeichen fürs Fremdeln sein. Vor allem bei Kindern, die bisher durchschliefen ist es jetzt schwer zu unterscheiden, ob sie an Zahnschmerzen aufgrund des Zahnens leiden oder ob die innere Unruhe auf den aktuellen Zustand des Fremdelns zurückzuführen ist. Babys, die es gewohnt sind nur wenige Menschen um sich zu haben und stets von einer Bezugsperson betreut werden, weisen in der Regel mehr Angstreaktionen auf als Kinder, die es gewohnt sind von mehreren Personen betreut zu werden.

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  • ♥♥♥ MAI-MAMIS 2012 ♥♥♥ Unsere babys sind da!
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