Zahnen beim Baby: Was wirklich hilft
Zahnen: Anzeichen und sanfte Hilfen
Das Zahnen ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für ein Baby. Doch die Freude über den ersten Zahn mischt sich oft mit den unangenehmen Begleiterscheinungen, die das Zahnen mit sich bringt. Plötzlich wird ein Baby, das bis dato ausgeglichen, zufrieden und fröhlich war, unausgeglichen und unleidig. Damit das Zahnen für Eltern & Kind erträglich wird, gibt's hier wertvolle Infos und Tipps. Zahnen
Zahnen: Die häufigsten Anzeichen
Meist kündigt sich der Durchbruch der ersten Beißerchen mit unverkennbaren Zeichen an. Nicht immer treten alle Anzeichen gleichzeitig auf. Manchmal zahnen Kinder ganz ohne Begleiterscheinungen. Doch wenn Eltern folgende Verhaltensweisen bei Ihrem Baby erkennen, kann es gut sein, dass sich ein Zahn seinen Weg bahnt:
- Es schreit und weint häufiger als sonst, ist quengeliger und schläft schlechter.
- Es sucht vermehrt Körperkontakt, will viel auf dem Arm getragen werden.
- Das Baby versucht, sich Gegenstände oder gar die eigene Hand in den Mund zu stecken.
- Es sabbert mehr als sonst, ist aufgrund dessen um den Mund herum wund.
- Das Zahnfleisch ist gerötet und empfindlich, die Bäckchen sind rot und heiß.
- Mangelnder Appetit kann ebenfalls ein Zeichen für das Zahnen sein.
- Manche Kinder leiden in der Zahnungsphase unter Durchfall , Hautausschlag, manchmal sogar Fieber.
Zahnen: In welcher Reihenfolge kommen sie denn?
Die meisten Babys bekommen als erstes die beiden unteren Schneidezähne. Das passiert zwischen dem vierten und achten Lebensmonat.
Anschließend bahnen sich die oberen Schneidezähne ihren Weg durch das Zahnfleisch.
Am Ende des ersten Lebensjahres besitzen die Kleinen in der Regel die ersten acht Schneidezähne.
Zwischen dem 20. und 30. Monat komplettieren die hinteren Backenzähne das Milchgebiss.
Sollte das jedoch nach 33 Monaten noch nichts geschehen sein, empfiehlt es sich, einen Zahnarzt aufzusuchen.
Zahnen: Was Babys wirklich hilft
Das Zahnen kann für das Baby sehr quälend sein. Sein Zahnfleisch ist jetzt gerötet, angeschwollen und sehr empfindlich. Manchmal ziehen die Schmerzen sogar bis ins Ohr hinauf.
Viele Eltern wollen wissen, wie sie die Kleinen aktiv beim Zahnen unterstützen können, damit die Babys weniger leiden.
Je nach Ausmaß der Beschwerden gibt es verschiedene Möglichkeiten der Selbstbehandlung.
- Die meisten Babys mögen es jetzt, auf kalten Waschlappen herumzukauen. Diese sollten – der Hygiene wegen – jedoch mehrmals täglich gewechselt werden.
- Auch Brotrinden und Apfel- oder Mohrrübenschnitze eignen sich. Bitte aufpassen, damit das Kind sich nicht daran verschluckt.
- Kühlende Beißringe oder Kühlperlen bringen ebenfalls Linderung. Hier muss jedoch darauf geachtet werden, dass diese kein PVC enthalten und der Inhalt ungiftig ist. Tipp: Den Beißring vorher kurz in den Kühl- oder Gefrierschrank legen.
- Massieren Sie das Zahnfleisch vorsichtig mit Ihrem (sauberen!) Zeigefinger. Es gibt auch spezielle Baby-Zahnbürsten mit Massageborsten.
- Auch eine Fußreflexzonenmassage kann helfen. Dabei werden die Kuppen der Babyzehen sanft gestreichelt und geknetet, denn dort liegen die Reflexzonen der Zahnleisten.
- Viele Eltern schwören auf die beruhigende Wirkung von Bernstein-Ketten. Diese werden in der Naturmedizin zur Linderung der Schmerzen bei zahnenden Babys empfohlen. Bitte darauf achten, dass die Kette das Baby nicht einschnürt oder anderweitig behindert.
Zahnen & Homöopathie
Homöopathische Globuli haben sich für zahnende Babys ebenfalls bewährt, denn sie unterstützen die Selbstheilungskräfte des Babys.
Hier die besten Globuli fürs Zahnen. In akuten Fällen gibt man Globuli der Potenz D 6, davon 3-5 Mal jeweils drei Stück, immer im Abstand von ca. 1 Stunde.
Chamomilla
Wenn ein Baby sehr schmerzempfindlich ist, außerdem gereizt ist und viel schreit, ist Chamomilla das Mittel erster Wahl.
Kreosotum
Zu den Schmerzen kommen starker Durchfall und Mundgeruch. Zudem ist das Zahnfleisch extrem berührungsempfindlich und sieht bläulich aus.
Calcium phosphoricum
Geeignetes Mittel für alle Babys, bei denen das Zahnen sehr spät beginnt und lange dauert. Das Zahnen ist von viel Jammern und von Durchfall begleitet.
Belladonna
Wenn das Zahnen von Fieber begleitet wird. Häufig beginnen dann die Zahnungs-Schmerzen sehr plötzlich, häufig nachts.
Magnesium phosphoricum
Plötzlich einschließende Zahnschmerzen. Das Kind ist nervös, gereizt und schwitzt, hat jedoch kein Fieber.
Wichtig: Die Gabe der Globuli bitte reduzieren, wenn eine Besserung eintritt. Bei Unklarheit vor Gabe der Globuli bitte den Kinderarzt um Rat fragen. Globuli nie länger als eine Woche lang verabreichen, es sei denn, es handelt sich um einen ärztlichen Ratschlag.
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