Babyfreundliches Krankenhaus

Optimaler Start ins Leben

Die Geburt eines Babys ist ein bewegender Lebensabschnitt für Eltern. Deshalb ist es empfehlenswert sich rechzeitig nach dem passenden Geburtsort umzusehen. Viele Schwangere entscheiden sich für eine Entbindung in der Klinik – trotz der Möglichkeit einer Hausgeburt, einer Geburt in einem Geburtshaus oder in einer Geburtspraxis.

Die Anwesenheit eines Arztes in der Klinik und medizinische Geräte für den Notfall beruhigen die werdenden Mamis. Viele Schwangere beschäftigt jedoch die Sorge, dass zwischen dem Klinikalltag eine gute individuelle Betreuung vor, während und vor allem nach der Geburt zu kurz kommt. Dem soll mit der Aktion „Babyfreundliches Krankenhaus“ entgegenwirkt werden. Gegründet als „Stillfreundliches Krankenhaus“, geht die Aktion auf eine gemeinsame Initiative der WHO und UNICEF zurück. „Babyfreundlich“ heißt, dass die Fürsorge von Mama und Kind in diesen Kliniken im Mittelpunkt steht. Babyfreundliche Einrichtungen gehen besonders auf die Bedürfnisse von Mutter und Neugeborenen ein und unterstützen das Bonding sowie das Stillen, indem professionell ausgebildetes Personal anleitet und beratend zur Seite steht.

Babyfreundliches Krankenhaus: Was bedeutet das Siegel?

Wir haben für euch die folgenden zehn Kriterien zusammengetragen:

  • Die Vorgaben der Initiative müssen vom Krankenhaus eingehalten werden. Alle Mitarbeiterinnen sind speziell geschult, so dass sie beim Anlegen, Stillen und allen Fragen rund ums Baby beraten und anleiten können.
  • Schwangere werden in Vorgesprächen über die Bedeutung und die Praxis des Stillens informiert. So werden den werdenden Müttern die Vorteile des Stillens näher gebracht.
  • Mutter und Baby haben die Möglichkeit für mindestens eine Stunde lang nach der Geburt ununterbrochenen Haut-zu-Haut-Kontakt zu haben.
  • Das Personal zeigt den Müttern das richtige Anlegen und erklärt ihnen, wie sie die Milchproduktion aufrechterhalten.
  • Säuglinge bekommen ausschließlich Muttermilch und keine weitere Nahrung – es sei denn es ist medizinisch notwendig.
  • In der Klinik bekommen gestillte Babys keine Schnuller oder Flaschensauger, damit es zu keiner Saugverwirrung des Säuglings kommt. Wenn man diese selbst mitbringt, ist das Benutzen aber erlaubt.
  • Mutter und Kind können kontinuierlich zusammen sein. Rooming-In ist 24h möglich, d. h. die Eltern sind mit dem Baby in einem Zimmer untergebracht.
  • Das Personal ermuntert die Mutter, ihr Kind nach Bedarf zu stillen.
  • Die Mütter bekommen bei der Entlassung aus der Klinik Adressen von Stillgruppen und weiteren Mutter-Kind-Aktivitäten.
  • Es wird im Krankenhaus keine Werbung für Muttermilchersatzprodukte gemacht.

Übrigens: Immer mehr Krankenhäuser bemühen sich die Kriterien zu erfüllen, um ebenfalls mit dem Prädikat „Babyfreundlich“ ausgezeichnet zu werden.

Welche Babyfreundliche Geburtsklinik in eurer Nähe ist, erfahrt ihr bei der Kliniksuche.

Im Jahr 1995 wurde in Deutschland die erste Geburtsklinik als babyfreundlich anerkannt – in der Zwischenzeit sind es 86 Geburts- und Kinderkliniken. Weitere Informationen zur Initiative „Babyfreundlich“ gibt es unter www.babyfreundlich.org.

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