Zwillinge | Zwillingsgeburt

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Zwillinge, Drillinge oder gar Vierlinge kommen nicht so oft vor wie Einlinge. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge und Mehrlinge ist, welche Faktoren eine Mehrlingsschwangerschaft begünstigen und wie eine Zwillingsgeburt abläuft, erfahrt ihr hier.

Häufigkeitsberechnung nach der Hellinschen Regel

Zur Berechnung der Häufigkeit von natürlichen Zwillings- und Mehrlingsgeburten, verwendet man die “Hellinsche Regel”. Danach liegt die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge bei 1,8%, für Drillinge bei 0,014% und für Vierlinge bei 0,0001%.

Umgerechnet bedeutet das:

  • auf 85 Geburten kommt eine Zwillingsgeburt
  • auf 85² (= 7.225) Geburten kommt eine Drillingsgeburt
  • auf 85³ (= 614.125) Geburten kommt eine Vierlingsgeburt

Faktoren für Zwillinge

Statistisch lässt sich nachweisen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zwilings- oder Mehrlingsschwangerschaft durch natürliche Faktoren wie dem Vorkommen in der Familie, dem Alter der Mutter oder der Anzahl der vergangenen Geburten, steigt.

Zudem ist die Zahl an Zwillingen und Mehrlingen auch aufgrund von Kinderwunschbehandlungen gestiegen.

Zwillinge: wann weiß man Bescheid?

Mittels Ultraschall kann schon sehr früh entdeckt werden, ob sich ein, zwei oder mehr Babys im Bauch befinden. Auch eine größere Gebärmutter kann ein Hinweis auf eine Zwillingsschwangerschaft sein. Früher wurden Mehrlinge häufig erst durch vermehrte Kindsbewegungen oder einen auffällig großen Bauch erkannt.

Erhöhtes Risiko?

Eine Mehrlingsschwangerschaft ist aus medizinischer Sicht gesehen eine Risikoschwangerschaft, die besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Der werdenden Mutter werden Höchstleistungen abverlangt, was die körperlichen Anpassungsvorgänge an die Schwangerschaft angeht. Erbrechen und Übelkeit können stärker ausgeprägt sein, auch steigt die Gefahr von Fehl- und Frühgeburten. Zwillingsschwangerschaften können aber auch ganz komplikationslos ablaufen. Trotzdem werden Kontrollen bei Hebamme und/oder Arzt häufiger und intensiver sein.

Zwillingsgeburt - Hebammeninfo von Ellen Grünberg:

Ab ca. der 38. Schwangerschaftswoche kann man davon ausgehen, dass die Kinder reif genug sind, um geboren zu werden. Auch der Mutterkuchen, das Versorgungsorgan der Kinder, hat in dieser Zeit wahrscheinlich seine Grenzen erreicht. Daher wird ab diesem Zeitpunkt die Geburt empfohlen. Wie die Kinder schließlich geboren werden, hängt von verschiedenen Bedingungen ab. Eine Zwillingsgeburt dauert im Schnitt genauso lang wie eine Einlingsgeburt. Auch wenn es sich um mehrere Kinder handelt, öffnet sich der Muttermund doch nur einmal.

Erst am Ende der Geburt heißt es für die Mutter, zweimal ein Kind hinaus zu schieben. Zwischen den Geburten der Babys liegt eine Pause unterschiedlicher individueller Länge. Wenn beide Kinder geboren sind folgt die Plazenta, deren Geburt nicht schmerzhaft ist.

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