Geburt einleiten: Hilfe auf der Zielgeraden

Geburt einleiten: warum & wie

Die meisten Frauen wünschen sich eine Geburt mit möglichst wenigen medizinischen Eingriffen. Zumindest beim Geburtsbeginn macht die Natur in der Regel alles ganz alleine. Noch ist nicht geklärt, warum: Aber man weiß, dass das Baby selbst den Startschuss für die Geburt gibt und dem Körper das Signal gibt: Ich bin bereit. Mach Wehen!

Wunderbar, wenn alles ganz natürlich abläuft. Aber manchmal ist es einfach notwendig, der Geburt auf die Sprünge zu helfen: Man muss die Geburt einleiten. Warum und wie das geschieht, erfahrt ihr hier.

Warum Geburt einleiten?

Ob man eine Geburt einleiten muss, entscheidet der Arzt (Ihr Gynäkologe oder eine ÄrztIn in der Klinik) oder die Hebamme. Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Geburtseinleitung wirklich nötig ist, scheuen Sie sich nicht, eine zweite Meinung einzuholen.

Die häufigsten Gründe für eine Geburtseinleitung sind:

  • Das Kind ist mindestens 10 Tage über dem Termin (es gibt auch Ärzte, die 14 Tage abwarten)

  • Medizinische Gründe, wie
-  zu wenig Fruchtwasser
-  schlechte Herztöne
-  schlechte Versorgung des Babys
-  vorzeitiger Blasensprung
-  Schwangerschaftsdiabetes und Gestose
   (Risikoschwangerschaft)

Geburt einleiten mit Zäpfchen

Wenn der Muttermund noch nicht geöffnet und der Gebärmutterhals noch nicht verstrichen ist, wird die Geburtseinleitung meist mit Hilfe von Zäpfchen vorgenommen. Diese enthalten das Hormon Prostaglandin, welches den Muttermund weich und geburtsbereit macht. Das Zäpfchen wird entweder direkt in die Scheide gelegt oder als Gel in den Gebärmutterhals eingebracht. Ob und wann die Wehen dann einsetzen, lässt sich nicht genau vorhersagen. Auf jeden Fall folgt auf die Geburtseinleitung mit Zäpfchen eine regelmäßige CTG-Kontrolle.

Geburt einleiten mit dem Wehentropf

Der Muttermund ist bereits geöffnet, nur die Wehen wollen nicht so Recht in Gang kommen? Dann wird mit Hilfe des Wehentropfs über eine Infusion ein Hormon zugeführt: Es heißt Oxytocin und gibt dem Körper das Signal: Wehen machen! Wenn jetzt die Wehen von alleine kommen, wird der Tropf wieder abgehängt und die Geburt beginnt.

Geburtseinleitung und Wehenhemmer?

Verkehrte Welt: Die Geburt ist mithilfe von Medikamenten endlich in Gang gekommen, prompt verordnet man Wehenhemmer. Warum? Wenn das Baby nach der Geburtseinleitung durch die plötzlich einsetzenden, heftigen Wehen unter Stress gerät, kann es durchaus manchmal sinnvoll sein, mit einem Wehenhemmer die Kontraktionen kurzzeitig zurückzufahren, so dass sich Mama & Baby erholen können.

Geburt einleiten ganz natürlich?

Viele Frauen wünschen sich eine natürliche Geburtseinleitung ohne Medikamente. Es gibt tatsächlich einige Tricks und Mittelchen, wie man den Körper sanft zum Wehen machen anstupsen kann. Hier finden Sie die besten Tipps aus der babyclub.de-Hebammensprechstunde, wie man Wehen auslösen kann.


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