Nachwehen

Nachwehen gut überstehen

Hier gilt es zu unterscheiden zwischen den Nachgeburtswehen und den Nachwehen. Kurz nach der Geburt wird mit Hilfe der Nachgeburtswehen die Plazenta geboren. Im Vergleich zu den Geburtswehen ist das jedoch nicht mehr schlimm. In manchen Kliniken bekommt man ein Wehenmittel gespritzt oder die Hebamme hilft mit leichtem Ziehen an der Nabelschnur bei der Nachgeburt. 

Nachwehen - was verursachen sie?

Nachwehen treten einige Stunden nach der Geburt auf und haben einen wichtigen Sinn. Sie sorgen in den ersten Tagen dafür, dass die Gebärmutter sich wieder zusammenzieht. So kommt die Blutung an der Stelle, an der die Plazenta gesessen hat, zum Stillstand und die Wunde heilt besser. Gleichzeitig bildet sich die Größe der Gebärmutter zurück. Bereits zwei Wochen nach der Geburt ist sie nicht mehr über die Bauchdecke zu tasten.

Da die Muskulatur von Kind zu Kind etwas schlaffer wird, können die Nachwehen beim zweiten oder dritten Kind entsprechend stärker sein.

Nachwehen - was verschafft Linderung

Bei Schmerzen hilft ein warmes Kirschkernsäckchen oder eine Wärmflasche im Rücken. Manchen Frauen tut es gut, sich mit einer Handtuchrolle an der Oberkante der Gebärmutter auf den Bauch zu legen. Oft wird dadurch ein Blutkoagel, das ist geronnenes Blut, das sich im Innern der Gebärmutter vor dem Muttermund angesammelt hat, ausgestoßen. Dies ist völlig normal. Die Nachwehen lassen dann oft etwas nach.

Da auch Nachwehen durch das Hormon Oxytocin hervorgerufen werden, können sie sich beim Stillen vorübergehend verstärken.  Durch das Oxytocin wird auch der Milchfluss unterstützt. Deshalb bildet sich die Gebärmutter bei stillenden Frauen schneller zurück. Die meisten Frauen, die diese Zusammenhänge kennen, kommen gut mit ihren Nachwehen klar.



Nachwehen - Themen der Hebammensprechstunde

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