Postpartale Psychose
Anzeichen einer postpartalen Psychose
Die postpartale Psychose ist eine psychotische Form der Wochenbettdepression, die sehr selten auftritt und nur ca. eine von 1.000 Müttern betrifft. Die Betroffenen verlieren den Bezug zur Realität, leiden häufig unter Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Eine stationäre Behandlung ist in solchen Fällen unumgänglich.
Meistens tritt die postpartale Psychose ganz plötzlich, innerhalb der ersten drei Tage nach der Geburt auf. Da die Betroffenen unter einer hohen Mord- und Selbstmordneigung leiden, dürfen sie in keinem Fall mit dem Kind allein gelassen werden.
Anzeichen für eine postpartale Psychose:
- Starke Persönlichkeitsveränderung in Verbindung mit Gefühlen der Entfremdung, häufig sind die Betroffenen sehr unruhig und ängstlich
- Realitätsverlust: Die betroffene Mutter denkt und handelt irrational, desorientiert und verwirrt
- Antriebssteigerung: Manche Mütter empfinden übersteigerte Glücksgefühle. Sie leiden unter Größenwahn und gehen große Projekte an
- Antriebslosigkeit: Andere Frauen sind apathisch, antriebs- und teilnahmslos. Sie wirken wie gelähmt und versteinert
- Wahnvorstellungen: Die Betroffenen verlieren das Gefühl für die eigene Identität und die des Kindes. Sie leben in einer Fantasiewelt, in der sie Menschen, Tiere und Dinge riechen, hören und schmecken können, die nicht existieren. Häufig leiden die Frauen unter Zwangsvorstellungen und Tötungsfantasien.
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