Kindererziehung

Lieben und Loslassen
Bei der Kindererziehung stellt sich die Frage nach dem Verwöhnen erst gar nicht! Das Baby braucht viel Nähe und Wärme, mit ausgiebigem Kuscheln und Körperkontakt. Beispielsweise gedeihen Kinder von Indianerstämmen, die den ganzen Tag im Tragetuch bei Mama verweilen, besser und leiden viel seltener an Säuglingskoliken und anderen Krankheiten.

Kindererziehung braucht Rituale und Strukturen

Bei der Kindererziehung spielen feste Rituale und Strukturen eine große Bedeutung. Babys verschlafen zwei Drittel des Tages, sie lieben Ruhe und Harmonie. Gerade wenn das Baby nervös oder sensibel ist, sollte auf eine gleichmäßige Schlafenszeit geachtet werden. Wenn das Baby nachts schreit, kann es dafür viele verschiedene Gründe geben, also immer raus und nachsehen! Vielleicht möchte es nur im Arm gewiegt werden, vielleicht hat es Hunger oder es wurde erschreckt. Auch körperliche Ursachen wie Blähungen, Koliken oder Unterkühlung können Auslöser sein. Nur wer nachsieht, kann rasch handeln und die Beschwerden des Kleinen lindern.

Bei der Kindererziehung ist es wichtig, den Babys immer das gleiche Einschlafritual zu bieten. Sie wachen ca. alle 60 Minuten auf und überprüfen in einer Art Halbschlaf ihre Umgebung. Finden sie Veränderungen vor (z.B.: Eingeschlafen an Mamas Brust - aufgewacht allein im Bett), fangen sie an zu weinen. Wenn Babys zum Einschlafen in die Wiege gelegt werden, kann dies vermieden werden.

Das beobachten des Babys ist auch ein wichtiger Punkt in der Kindererziehung. In welchen Situationen verhält es sich wie? Was mag es und wann fühlt es sich unwohl? Wie reagiert es auf Geräusche, Gerüche und seine Umgebung? Ist es eher sensibel, dickköpfig, aktiv oder unkompliziert? Wer auf die Reaktionen seines Babys achtet, lernt es besser zu verstehen und kann dementsprechen besser auf sein Baby reagieren.

Die richtige Kindererziehung führt in die Selbstständigkeit

Nach den ersten sechs Lebensmonaten beginnt sich der Aktionsradius des Babys zu vergrößern. Es kann sitzen, seine motorischen Fähigkeiten einsetzen, um nach Dingen zu greifen und sich zu bewegen. Es kann krabbeln und ab etwa einem Jahr selbstständig stehen und erste Schritte wagen.

Jetzt ist es an der Zeit loszulassen, denn Babys müssen eigene Erfahrungen machen. Wer jetzt sein Baby „überbehütet“ und ihm alles abnimmt, enthält ihm wichtige Erfahrungen vor. Dazu gehören Wut, Trauer, Kompromisse und letztendlich – sich an eigenen Erfolgserlebnissen erfreuen zu können! Das Baby braucht jetzt das Vertrauen der Eltern. Aller Anfang ist schwer - das Baby darf jetzt ein Spielzeug selber erkunden, ohne dass Mama oder Papa ihm zeigen, wie es funktioniert. Dabei wird es sich etwas ungeschickt anstellen - aber es freut sich dann umso mehr, wenn es selbst rausfindet, wie das Spielzeug funktioniert. Falls das Baby doch Unterstützung braucht, darf diese ihm nicht verwehrt bleiben.

Ein großer Fehler in der Kindererziehung ist es, den Kindern nichts zuzutrauen und sie mit einem „das kannst du nicht“ abzuspeisen. Die Unsicherheit wird aufs Kind übertragen, es wird ängstlich und bleibt unselbstständig.

Wichtige Punkte:

  • Kinder sehen sich als Bestandteil einer Familie. Sie erkennen auch, wann sie ihre Bedürfnisse hinten anstellen müssen. Wenn das Kind quengelt, nicht sofort darauf reagieren. Die ausgeführte Tätigkeit kann ruhig beendet werden.
  • In diesem Alter sollen Kinder ein Gespür für ihre eigenen Stärken und Grenzen entwickeln. Sie werden entsprechend ihrer Entwicklung und ihres Könnens von den Eltern gefördert und unterstützt. Jetzt ist Spielzeug wichtig, das den Fähigkeiten des Kindes entspricht. Mit Lob und Begeisterung motivieren!
  • Babys lernen, sich alleine zu beschäftigen.

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